Verriegelung funktionierte nicht

Massaker von Uvalde: Lehrerin schloss offene Tür vor Amoklauf

Sargträger bewegen den Sarg mit Amerie Jo Garza (10), die am 24.05.2022 bei dem Massaker an der Robb Elementary School getötet wurde, zur Trauerfeier in der Sacred Heart Catholic Church. Rund eine Woche nach dem Massaker finden die ersten Beerdigungen statt.

Sargträger bewegen den Sarg mit Amerie Jo Garza (10), die am 24.05.2022 bei dem Massaker an der Robb Elementary School getötet wurde, zur Trauerfeier in der Sacred Heart Catholic Church. Rund eine Woche nach dem Massaker finden die ersten Beerdigungen statt.

Eine Woche nach dem Massaker an einer Grundschule im texanischen Uvalde hat die Polizei neue Erkenntnisse zum Hergang präsentiert. Eine Lehrkraft habe zwar eine Außentür offengehalten, diese dann aber wieder zugemacht, als sie den Schützen auf dem Schulgelände bemerkt habe, sagte Travis Considine, Kommunikationschef der texanischen Behörde für öffentliche Sicherheit, am Dienstag. Doch habe die Türverriegelung nicht funktioniert, wodurch der Angreifer ins Gebäude gelangt sei. Ermittler prüften nun, warum sich die Tür nicht verschließen ließ.

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Der 18-jährige Salvador R. erschoss laut der Polizei am 24. Mai an der Robb Elementary School 19 Kinder und zwei Lehrkräfte, ehe Beamte der Grenzschutzpolizei das Klassenzimmer stürmten und ihn töteten.

Erster Verdacht: Lehrerin soll Außentür offengehalten haben

Zunächst erklärten Ermittler, eine Lehrkraft habe eine Außentür der Schule offengehalten, durch die R. dann habe eindringen können. Nach der Auswertung weiterer Aufnahmen einer Überwachungskamera revidierte die Sicherheitsbehörde die Angaben zum Hergang nun.

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Die Lehrerin habe einen Stein in den Türspalt geschoben, sei aber ins Gebäude gerannt, um ihr Handy zu holen und den Notruf zu wählen, als der Angreifer auf dem Gelände einen Unfall mit seinem Wagen gebaut habe, sagte Considine. Sie sei mit dem Handy am Ohr herausgekommen und habe jemanden rufen gehört, dass er eine Waffe habe. Als sie dann gesehen habe, wie R. mit einer Waffe über den Zaun gesprungen sei, sei sie hineingerannt und habe dabei den Stein entfernt. „Wir haben nachgewiesen, dass sie die Tür geschlossen hat.“ Warum sie sich nicht verriegeln ließ, sei noch unklar.

Don Flanery, ein Anwalt aus San Antonio, sagte dem Blatt „San Antonio Express-News“, dass die Lehrkraft angenommen habe, dass die Tür automatisch verriegeln würde. Die Tür habe sie erst offengehalten, um müheloser Lebensmittel von ihrem Auto ins Klassenzimmer tragen zu können.

RND/AP

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