Unterschlagener Bronzeschatz: Raubgräber zu Geldstrafe verurteilt

Das Amtsgericht Merseburg hat einen Raubgräber zu einer Geldstrafe verurteilt (Archivbild).

Das Amtsgericht Merseburg hat einen Raubgräber zu einer Geldstrafe verurteilt (Archivbild).

Merseburg. Das Amtsgericht Merseburg hat einen Raubgräber zu einer Geldstrafe verurteilt. Das Gericht befand den 39 Jahre alten Mann am Dienstag der Unterschlagung eines 3100 Jahre alten Bronzeschatzes für schuldig. Dafür verhängte es eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen je 40 Euro. Weil diese mit einer vorhergehenden Strafe zusammengefasst wurde, kam für den Angeklagten eine Geldstrafe von 150 Tagessätzen je 40 Euro heraus. Der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft haben angekündigt, auf Rechtsmittel zu verzichten.

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Anders als zuvor bei der Polizei gab der Angeklagte am Amtsgericht zu, die Bronzetasse, in der sich drei bronzene Anhänger sowie 94 kleine Beschläge und Gürtelschnallen befanden, in Sachsen-Anhalt gefunden zu haben. Zuvor hatte der Mann beteuert, der Fundort des Schatzes sei Bayern gewesen. Damit wäre er straffrei davon gekommen, denn in dem Bundesland ist der Handel mit Artefakten legal. Der 39-Jährige stellte seinen Fund in die Internet-Plattform Ebay ein. Ein ehrenamtlicher Bodendenkmalpfleger wurde darauf aufmerksam und benachrichtigte das Landesmuseum in Halle.

RND/dpa

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