Trump äußert sich zu Attacke in Paris

Nach dem Angriff wurde der Louvre evakuiert.

Nach dem Angriff wurde der Louvre evakuiert.

Paris. US-Präsident Donald Trump hat den Angreifer am Pariser Louvre als einen „radikal-islamischen Terroristen“ bezeichnet. Worauf sich Trumps Formulierung beim Kurznachrichtendienst Twitter stützt, sei unklar. Bisher gehen die Ermittler einem Terrorverdacht nach, einen Beweis für einen islamistischen Hintergrund gibt es allerdings nicht.

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Kurz vor 10 Uhr am Vormittag hatte ein Mann versucht, Soldaten mit einer Machete anzugreifen. Dabei rief er nach Angaben des Pariser Polizeichefs Michel Cadot „Allahu Akbar“ (Gott ist groß). Einer der Soldaten habe den Mann mit fünf Schüssen schwer verletzt, ein Schuss habe ihn am Bauch getroffen. Ein Soldat habe eine leichte Kopfverletzung erlitten. Die Behörden beschrieben die Tat als mutmaßlichen Terrorangriff.

Ein Sprecher der Polizeigewerkschaft, Yves Lefebvre, sagte, der Mann sei aggressiv geworden, nachdem die Soldaten ihm gesagt hätten, er dürfe das Einkaufszentrum unter dem Louvre-Museum mit seinen zwei Rucksäcken nicht betreten. Daraufhin habe der Mann versucht, einen der Soldaten zu erstechen. Bei dem Täter seien später zwei Macheten gefunden worden.

Cadot sagte, in den Rucksäcken sei kein Sprengstoff entdeckt worden. Die Polizei schloss vorübergehend die Zugänge zum weitläufigen Louvre-Komplex, die Umgebung wurde für den Autoverkehr gesperrt. Die Lage war ruhig, verunsicherte Touristen wurden von Polizisten weggeschickt.

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Seit den islamistischen Terroranschlägen von 2015 und 2016 patrouillieren Soldaten an öffentlichen Plätzen in Frankreich, um die Sicherheitsmaßnahmen der Polizei zu unterstützen. Der Vorfall am Freitag erzeugte Panik. Der 53 Jahre alte Augenzeuge Olivier Majewski schilderte, wie er 30 bis 40 Menschen aus dem Gebäudekomplex rennen sah. Jemand habe gerufen: „Es hat einen Terrorangriff gegeben“.

Das französische Innenministerium erklärte, dass Antiterrorstaatsanwälte die Ermittlungen übernommen hätten. Details zur Identität des Angreifers gab es zunächst nicht.

Cadot sagte, eine auffällige zweite Person sei ebenfalls festgenommen worden. Es erscheine jedoch nicht so, als ob er eine Verbindung zu der Tat habe.

Frankreich war in den vergangenen zwei Jahren mehrfach Ziel islamistischer Terroranschläge, im Land gilt deshalb der Ausnahmezustand.

Von RND

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