Der Mann, der "Che" erschoss

Todesschütze von Che Guevara: Ex-Soldat Mario Terán in Bolivien gestorben

Auf T-Shirts lebt der Guerilla-Führer Ernesto „Che“ Guevara weiter. Das Porträt des kubanischen Fotografen Alberto Korda von 1960 ist längt ikonisch.

Konterfei des Guerilla-Führers Ernesto „Che“ Guevara

Santa Cruz de la Sierra. Der Todesschütze des argentinischen Guerilleros Ernesto „Che“ Guevara ist tot. Der bolivianische Ex-Soldat Mario Terán sei im Alter von 80 Jahren in einem Militärkrankenhaus in Santa Cruz de la Sierra gestorben, berichtete die Zeitung „El Deber“ am Donnerstag unter Berufung auf einen der Familie nahe stehenden Pastor. „Er war ein mutiger Mann“, sagte der pensionierte General Gary Prado Salmón, der den Militäreinsatz gegen Guevaras Rebellengruppe damals geleitet hatte. „Er hat freiwillig einen Befehl ausgeführt, der vom Präsidenten kam.“

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Terán hatte Guevara am 9. Oktober 1967 in einer Schule in dem Ort La Higuera im bolivianischen Departement Santa Cruz erschossen, nachdem der Guerillaführer am Tag zuvor bei einem Gefecht mit den bolivianischen Streitkräften verwundet und gefangen genommen worden war.

„Es war der schlimmste Moment meines Lebens. In diesem Moment sah ich Che groß, sehr groß, riesig, und seine Augen leuchteten hell“, sagte Terán wenig später in einem Interview. „Bleib ruhig, sagte er zu mir, und ziel gut, du wirst einen Mann töten. Also ging ich einen Schritt zurück, in Richtung Tür, schloss die Augen und schoss.“

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Der Argentinier Guevara war neben Fidel Castro einer der wichtigsten Anführer der Revolution auf Kuba. Nach dem Sieg der Revolutionäre war er Industrieminister und Leiter der Nationalbank in Kuba. Nach Konflikten mit Castro über die künftige politische Ausrichtung versuchte Guevara die Revolution in die Welt zu tragen und baute im Kongo, in Angola und in Bolivien Rebellengruppen auf.

RND/dpa

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