Tesla geht in Flammen auf – Anwalt fordert, das neue Modell von der Straße zu nehmen

Ein Luxusauto – in Flammen gehüllt: Ein Exemplar des neuen Tesla-Modells S Plaid brannte in der Nähe der US-Stadt Philadelphia aus.

Ein Luxusauto – in Flammen gehüllt: Ein Exemplar des neuen Tesla-Modells S Plaid brannte in der Nähe der US-Stadt Philadelphia aus.

Das 130.000-Dollar-Auto war vollständig in Flammen gehüllt, ein Feuerball. Und die Worte, mit denen Firmenchef Elon Musk das neue Tesla-Modell S Plaid einen Monat zuvor in Fremont (Kalifornien) angekündigt hatte, wurden damit Lügen gestraft: „Schneller als jeder Porsche, sicherer als jeder Volvo.“

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Und dann konnte sich der Fahrer am Dienstag kurz vor 21 Uhr abends in der Nähe der Stadt Philadelphia nur mit Mühe aus dem Auto retten. Anfangs war das nicht möglich, berichtete Mark Geragos, Anwalt des Fahrers. Das elektronische Türsystem habe nicht funktioniert, nur indem er sich mit seinem gesamten Körpergewicht gegen die Tür warf, öffnete die Fahrertür sich schließlich.

Augenzeugen sahen, wie der Wagen brennend weiterrollte

Der Wagen sei laut Zeugen noch elf, zwölf Meter weitergerollt, während sein Mandant versucht habe, von dem Wagen wegzukommen, so Geragos. Der Anwalt forderte von Tesla, das brandneue Modell bis auf Weiteres von den Straßen zu nehmen. Gegenüber Medien bestätigte Geragos, dass es sich um einen S Plaid gehandelt habe, der im Übrigen erst am Wochenende vor dem dramatischen Ereignis an den neuen Eigentümer ausgeliefert worden sei. Seitens der Firma Tesla gab es auf Nachfragen diverser Medien zunächst keine Stellungnahme.

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Mehr als drei Stunden seien Feuerwehrkräfte mit dem brennenden Elektrofahrzeug beschäftigt gewesen. Die US-Tageszeitung „Washington Post“ zitierte die zivile Bundesbehörde für Verkehrssicherheit auf Autobahnen (National Highway Traffic Safety Administration, kurz NHTSA): Man sei sich des Vorfalls mit dem Tesla-Fahrzeug in Gladwyne (Pennsylvania) bewusst und stehe in Kontakt mit weiteren zuständigen Behörden und dem Hersteller, um Fakten über den Vorfall einzuholen, sagte ihre Sprecherin Lucia Sanchez.

„Wenn Daten oder Untersuchungen zeigen, dass hier ein Defekt oder ein inhärentes Sicherheitsrisiko besteht, wird die NHTSA Maßnahmen ergreifen, um die Öffentlichkeit zu schützen“, so Sanchez. Die NHTSA untersucht bereits bei älteren Tesla-Modellen mutmaßliche Störungen, die ein Feuer verursachen könnten.

Alles beginnt mit einem brenzlig-elektrischen Geruch

Die Beschreibung des Feuerballs von Philadelphia ähnelte laut „Washington Post“ früheren Tesla-Feuern: Einem brenzlig-elektrischen oder rauchähnlichen Geruch folge ein aufplatzartiges Geräusch, die Elektronik versage, der Fahrer sei im Wageninneren gefangen. Die Zeitung hatte bereits im vorigen Dezember über solche Unglücksfälle in Texas berichtet.

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Der S Plaid war bei seiner Präsentation als Wunderwerk der Ingenieurskunst angepriesen worden – mit einer Reichweite von ungefähr 630 Kilometern, mehr als 1000 PS, um die 200 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit.

RND/big

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