„Aktiver und williger Akteur“

Kapitolerstürmung: Ex-Polizist zu mehr als sieben Jahren Haft verurteilt

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Trump stürmten am 6. Januar 2021 das US-Kapitolgebäude, wo die Abgeordneten den Sieg des gewählten Präsidenten Biden bei der Wahl im November bestätigen sollten.

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Trump stürmten am 6. Januar 2021 das US-Kapitolgebäude, wo die Abgeordneten den Sieg des gewählten Präsidenten Biden bei der Wahl im November bestätigen sollten.

Washington. Wegen der Beteiligung am Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 ist ein früherer Polizist zu sieben Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Nach seiner Entlassung gelte für Thomas Robertson zudem eine dreijährige Bewährungszeit, ordnete Richter Christopher Cooper am Donnerstag an. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Gefängnis für den Mann aus Rocky Mount im Staat Virginia gefordert, der damals außer Dienst mit einem Kollegen nach Washington reiste, um sich am Angriff auf den Kongresssitz zu beteiligen.

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Eine Jury hatte Robertson im April in allen sechs Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter Behinderung von Kapitolpolizisten und das Betreten eines Sperrbereichs mit einer gefährlichen Waffe - einem großen Holzstock.

Ex-Polizist befürwortete Gewalt verbal

Robertsons Anwälte argumentierten, der Armeeveteran habe den Stock als Gehhilfe benutzt, da er in seiner Zeit als privater Auftragnehmer für das Pentagon in Afghanistan 2011 eine Schussverletzung an seinem rechten Oberschenkel davongetragen habe. Richter Cooper schloss sich dem Urteil der Jury an, wonach Robertson ein „aktiver und williger Akteur“ gewesen sei und nicht etwa „irgendein Zuschauer“, der mit der Menge fortgerissen worden sei.

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Ihn beunruhige auch Robertsons Verhalten nach dessen Festnahme. So habe der Ex-Polizist nicht nur Waffen gehortet, sondern verbal Gewalt befürwortet. Nach dem 6. Januar sagte Robertson einem Freund laut Gerichtsakten, dass er bereit sei, in einem Bürgerkrieg zu kämpfen und zu sterben. Der Ex-Polizist habe an der Mär festgehalten, wonach Betrug bei der Präsidentschaftswahl 2020 den damaligen Amtsinhaber Donald Trump um den Sieg gebracht habe, ergänzte der Richter.

RND/AP

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