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Salmonellen bei Ferrero

Mehr als 3000 Tonnen Schokolade zurückgerufen: Erstmals spricht ein Topmanager über das Ausmaß

Drei Überraschungseier der Firma Ferrero.

Im Zusammenhang mit dem Salmonellenausbruch bei Ferrero hat das Unternehmen insgesamt mehr als 3000 Tonnen Kinder-Schokolade-Pprodukte vom Markt genommen. Der Schaden mache einen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag aus, sagte der Generaldirektor von Ferrero France, Nicolas Neykov, der Zeitung „Le Parisien“. Mit Blick auf die allein in der EU mehr als 250 Salmonellenfälle sagte Neykov, es tue ihm und dem Unternehmen sehr leid. „Das, was passiert ist, ist nicht akzeptabel.“

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Bei eigenen Kontrollen des Fabrikbetreibers im belgischen Arlon war das Bakterium Salmonella Typhimurium im Dezember 2021 in einem Butter­milch­tank entdeckt worden. Das Unternehmen habe Hygiene­maßnahmen umgesetzt und Probenahme und Tests der Produkte und des Verarbeitungs­umfelds verstärkt. Nach negativen Salmonellentests habe es die Schokoladen­produkte dann in ganz Europa und weltweit vertrieben. Die erste positive Salmonellen­probe war am 21. Dezember in Großbritannien genommen worden, wo Mitte Februar dann eine Häufung von Infektionsfällen gemeldet worden sei.

Vor allem Kinder erkrankt

„Arlon ist keine Müllfabrik, dort wurden in den letzten Jahren 36 Millionen Euro investiert. Es gab nie eine Täuschung oder einen Versuch, die Wahrheit zu verbergen“, sagte Neykov der Zeitung. Die Verunreinigung sei entweder durch kontaminierte Rohstoffe oder durch Menschen in die Fabrik gelangt, das sollten jetzt weitere Untersuchungen zeigen.

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Im April hatte der Kinder-Schokolade-Hersteller Ferrero das Werk auf Behördenanweisung schließen müssen. Alle Kinder-Schokolade-Produkte, die in Arlon hergestellt und von dort ausgeliefert wurden, wurden zurückgerufen. Das habe das Risiko weiterer Fälle verringert, hieß es in einer Mitteilung der EU-Gesundheits­behörde ECDC. Sie könnten aber wegen der langen Haltbarkeit und der möglichen Lagerung der Produkte zu Hause weiter auftreten. Außerdem bestehe die Möglichkeit, dass Fälle nicht registriert worden seien.

In den meisten Fällen seien Kinder unter zehn Jahren erkrankt. Viele davon mussten ins Krankenhaus. Die Behörde will die Entwicklung weiter beobachten.

RND/seb/dpa

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