Politiker kritisieren Urteil

Elfjährige vergewaltigt: Jugendlicher zu Bewährungsstrafe verurteilt

Zwei Spaziergänger gehen durch den Schlosspark Neustrelitz. (Archivfoto)

Zwei Spaziergänger gehen durch den Schlosspark Neustrelitz. (Archivfoto)

Neustrelitz. Sechs Monate nach der Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) ist der Fall rechtskräftig abgeschlossen. Wie ein Sprecher des zuständigen Amtsgerichtes am Dienstag sagte, wurde der jugendliche Täter zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Das Amtsgericht Waren habe den Jugendlichen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger und der Vergewaltigung schuldig gesprochen.

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Wegen des jugendlichen Alters der Beteiligten sei der Fall nicht öffentlich verhandelt worden. Insofern könnten keine Details dazu bekanntgegeben werden. Der Fall hatte sich Mitte Januar im Schlosspark Neustrelitz ereignet und für viel Aufsehen gesorgt. Der Mann und das Mädchen sollen sich lose gekannt haben. Er war nach dem Vorfall in U-Haft genommen worden. Die Freiheitsstrafe wurde für zwei Jahre auf Bewährung ausgesetzt.

Politiker kritisieren Urteil

Die stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Andrea Lindholz (CSU) kritisierte die Entscheidung: „Das Urteil ist völlig unverständlich.“ Ein Jahr auf Bewährung für die Vergewaltigung eines elfjährigen Kindes sei inakzeptabel. „Der Täter muss für diese schreckliche Tat noch nicht einmal ins Gefängnis, während das Kind ein Leben lang unter den Folgen dieser Tat leidet“, sagte Lindholz.

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Der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor sagte der „Bild“-Zeitung: „Ich kann es mehr als nur gut nachvollziehen, dass die meisten Bürger diese Strafe als zu milde empfinden. Man muss natürlich immer auf die Umstände des Einzelfalls schauen, aber eine Bewährungsstrafe für die Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens verträgt sich kaum mit dem Rechtsempfinden der Bevölkerung.“

RND/dpa/seb

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