Jagd auf das Horn

Nashornwilderei in Namibia nimmt im Juni rapide zu

Nashörner in freier Wildbahn (Symbolbild).

Nashörner in freier Wildbahn (Symbolbild).

Namibia. Namibia verzeichnete im Juni einen deutlichen Anstieg der Fälle von Nashornwilderei. Das teilte die Regierung laut der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag mit. In weniger als zwei Wochen seien elf Kadaver im Etosha-Nationalpark entdeckt worden. Dabei habe es sich laut einer Sprecherin des Umweltministeriums um elf Spitzmaulnashörner gehandelt. Ihre Hörner seien entfernt worden. Deshalb geht das Ministerium von Wilderei aus. Namibia ist eines der letzten Länder, in denen Spitzmaulnashörner in freier Wildbahn leben. Seit Anfang 2022 wurden dort bisher 22 Fälle von Nashornwilderei registriert, die Hälfte davon im Juni. Im Jahr 2021 waren es 43, 2020 insgesamt 40. Das sei bedauerlich und ein Zeichen, dass der Kampf gegen die Wilderei noch nicht vorbei sei, so die Sprecherin des Ministeriums.

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Großes Problem im südlichen Afrika

Die Nashornwilderei ist im südlichen Afrika seit Jahrzehnten ein großes Problem, insbesondere in den Nachbarländern Südafrika und Botswana. Im ostasiatischen Raum wird das Horn als Medizin und Schmuck sehr geschätzt, obwohl es im Grunde aus dem gleichen Material besteht wie unsere Fingernägel. In Südafrika sei die Zahl der gewilderten Nashörner in 2021 verglichen zum Vorjahr um 15 Prozent gestiegen. Das vermeldet die Umwelt- und Naturschutzorganisation WWF. 451 illegal getötete Nashörner habe das Umweltministerium Südafrikas in 2021 verzeichnet, 2020 waren es nur 394 Tiere gewesen. Laut WWF hänge die niedrigere Anzahl in 2020 auch mit der Covid-Pandemie und dem Lockdown zusammen. Insgesamt führten unterschiedliche Maßnahmen der Regierung in Zusammenarbeit mit den Wildhüterinnen und Wildhütern jedoch in den letzten Jahren zu deutlichen Erfolgen: Denn 2014 wurden in Südafrika laut WWF-Report noch 1215 Nashörner illegal getötet.

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RND/lin

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