Gefahr unterschätzt

Hitze lockt Menschen an Seen und Gewässer: Mehrere Badetote am Wochenende

Mit der ansteigenden Hitze kommt es oft zu mehr Badeunfällen in Deutschland. (Symbolbild)

Mit der ansteigenden Hitze kommt es oft zu mehr Badeunfällen in Deutschland. (Symbolbild)

Hamm/Berlin/Köln/Mainz/Wiesbaden/Stuttgart. Die heißen Temperaturen am Wochenende haben in ganz Deutschland zahlreiche Menschen an und in Seen, Flüsse und andere Gewässer gelockt. Dabei kam es auch zu einigen Badeunfällen - zum Teil zu tödlichen.

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23-Jähriger tot in See in Hamm entdeckt

In einem See in Hamm ist am Sonntagmorgen ein 23 Jahre alter Mann tot entdeckt worden. Ein Radfahrer habe eine leblose Person im Teich des Nordringparks entdeckt, teilte die Polizei mit. Nachdem die Feuerwehr den Mann geborgen hatte, konnte eine Notärztin nur noch seinen Tod feststellen. Die Polizei geht ersten Ermittlungen zufolge davon aus, dass der Mann durch ein Unglück ums Leben gekommen ist.

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Zwei Badetote in Berlin

In Berlin sind am Samstag zwei Menschen bei Badeunfällen ums Leben gekommen. Zunächst war ein 17-Jähriger am Weißen See als vermisst gemeldet worden, wie ein Sprecher der Berliner Feuerwehr sagte. Die Rettungskräfte fanden den Teenager demnach am Abend nach etwa 20-minütiger Suche in dem See und leiteten umgehende Wiederbelebungsmaßnahmen ein – allerdings erfolglos.

So kommt es am Badesee zu tödlichen Unfällen – und so helfen Sie im Ernstfall

Beim Baden in unbewachten Gewässern kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen. Eine bestimmte Gruppe ist dabei besonders gefährdet.

Etwa eineinhalb Stunden später wurde die Feuerwehr wegen eines vermissten 59-Jährigen zum Flughafensee gerufen. Seine Ehefrau hatte sich gewundert, weshalb ihr Mann noch nicht wieder von seinem Badeausflug zurückgekommen war, wie der Feuerwehrsprecher mitteilte. Tauchern gelang es, den im Wasser treibenden Mann relativ schnell aufzufinden. Die Wiederbelebungsmaßnahmen verliefen auch in diesem Fall erfolglos. Vermutlich trieb er schon mehrere Stunden im Wasser und war – offenbar von anderen Badegästen unbemerkt – untergegangen. Wie es zu den beiden Badeunfällen kam, war zunächst unklar.

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18-Jähriger stirbt in Köln

Ein 18-Jähriger ist am Samstag leblos aus einem Badesee in Hürth bei Köln geborgen worden und später in einer Klinik gestorben. Zeugen hatten laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Köln und der Polizei am Nachmittag beobachtet, wie der Mann im Badesee unterging und nicht wieder auftauchte. Rettungstaucher und Rettungskräfte bargen den Mann etwa eine Stunde später.

Trotz intensivmedizinischer Betreuung erlag der Mann den Angaben zufolge in der Uniklinik Köln seinen „erheblichen Verletzungen“. Nach ersten Ermittlungen geht die Polizei von einem Badeunfall aus.

Im Rhein ertrunken

Auf der Suche nach Abkühlung im Rhein ist zudem den zweiten Tag in Folge ein Mann ertrunken. In Höhe von Mainz und Wiesbaden wurde am Samstagabend die Leiche eines 28-Jährigen geborgen, der am Freitag bei Biebesheim (Kreis Groß-Gerau) in den Fluss gestiegen und kurz danach untergegangen sein soll. Am Donnerstag war ein 49 Jahre alter Mann ertrunken, der bei Bingen mit seinen zwei Kindern im Alter von acht und elf Jahren sowie einem weiteren Mann über eine Buhne im Rhein gelaufen und in den Fluss gestürzt war.

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Der 28-Jährige aus Darmstadt galt seit Freitagabend als vermisst. Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Rettungsdienste, der Polizeifliegerstaffel Hessen und Streifen der Polizeidirektion Groß-Gerau waren an der Suche beteiligt.

„Die Gefahr des Wassers wird immer unterschätzt“

Polizei und Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) haben angesichts der hohen Juni-Temperaturen eindringlich vor dem Baden im Rhein gewarnt. „Die Gefahr des Wassers wird immer unterschätzt“, sagte ein Polizeibeamter in Bingen. „Wenn es heiß wird, steigen die Unfallzahlen“, sagte ein DLRG-Sprecher. Besonders gefährlich seien Buhnen im Rhein – die im rechten Winkel zum Ufer angelegten Steinschüttungen dienen dem Uferschutz. Die sich dort bildenden Wirbel könnten Badende schnell erfassen. „Sie werden in die Fahrrinne gezogen, geraten in Panik und dann haben sie verloren“, erklärte der DLRG-Sprecher.

Tod im Stuttgarter Neckar

Auch im Stuttgarter Neckar ist ein Mann gestorben. Der 50-Jährige wurde am Samstagnachmittag nach einer halben Stunde aus dem Wasser geborgen und starb nach einer erfolglosen Reanimation im Krankenhaus, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nach Zeugenaussagen hatte er sich mit einem Bekannten in der Nähe der Wilhelmsbrücke getroffen, um Alkohol zu trinken und war unvermittelt in den Neckar gesprungen. Beim Rettungseinsatz waren zwei Feuerwehrtaucher, ein Polizeihubschrauber und mehrere Boote im Einsatz.

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RND/dpa/hsc

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