Mann fährt in Menschengruppe – 73-Jähriger stirbt

In der Innenstadt von Heidelberg ist ein Autofahrer in eine Gruppe Fußgänger gefahren. Das Fahrzeug kam an einem Pfosten zum Stehen. Die Hintergründe sind unklar. Die Polizei ermittelt.

In der Innenstadt von Heidelberg ist ein Autofahrer in eine Gruppe Fußgänger gefahren. Das Fahrzeug kam an einem Pfosten zum Stehen. Die Hintergründe sind unklar. Die Polizei ermittelt.

Heidelberg. Ein Autofahrer hat am Sonnabend in Heidelberg mehrere Fußgänger angefahren. Seine Fahrt endete an einem Betonpfosten. Danach stieg der Mann aus dem Wagen aus und flüchtete zu Fuß – bewaffnet mit einem Messer. Er wurde später von der Polizei gestellt und angeschossen, wie diese auf Twitter mitteilte.

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Die Polizei stoppte den flüchtenden Mann etwa 150 Meter entfernt vom Tatort. Dieser habe trotz mehrfacher Aufforderung das Messer nicht fallen gelassen, deshalb habe ein Polizist auf ihn geschossen, berichtete die "Rhein-Neckar-Zeitung". Der Mann kam verletzt in ein Krankenhaus. Er sei operiert worden, teilten die Polizei Mannheim und die Staatsanwaltschaft Heidelberg am späten Abend mit. "Über seinen aktuellen Gesundheitszustand liegen keine weiteren Erkenntnisse vor."

Mann stirbt später im Krankenhaus

Der Vorfall hatte sich am Nachmittag gegen 16 Uhr in der Innenstadt von Heidelberg ereignet. Das Auto fuhr am Bismarckplatz, einem Hauptverkehrsplatz am Eingang zur Fußgängerzone, von der Straße auf einen Fußgängerbereich – es handelt sich um einen Platz mit Straßenbahn- und Bushaltestellen, der in der Regel stark belebt ist. Die Opfer wurden direkt vor einem Geschäft angefahren.

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Drei Fußgänger wurden verletzt, einer von ihnen schwer – ein 73-jähriger Mann. Dieser starb am Abend im Krankenhaus, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die anderen beiden Verletzten – ein 32-jähriger Österreicher und eine 29-jährige Frau aus Bosnien-Herzegowina – wurden ambulant behandelt.

Tatverdächtiger ist Deutscher

Die Hintergründe der Tat dafür waren zunächst unklar. „Wir wissen nichts zur Motivlage“, sagte ein Polizeisprecher. Anhaltspunkte für ein terroristisches Motiv gebe es bisher nicht. Es war demnach auch nicht klar, ob der Mann mit Absicht oder aus Versehen in die Menschenmenge fuhr und ob er dann bei seiner Flucht Menschen mit dem Messer bedrohte.

Auf Bildaufnahmen waren Uniformierte und Polizeiwagen zu sehen, auf einem Video war auch ein Schuss zu hören. Der Tatverdächtige sei ein 35-jähriger Deutscher ohne Migrationshintergrund, erklärte die Polizei auf Twitter. Weitere Angaben machten sie zu dem Mann zunächst nicht. Nach Informationen der "Rhein-Neckar-Zeitung" konnte er bisher nicht vernommen werden.

Am frühen Abend war der Ort des Geschehens weiterhin abgesperrt. Beamte der Spurensicherung untersuchten den schwarzen Wagen.

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Von dpa/RND/wer

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