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Protest wegen Mobbingvorwürfen

Am Wochenende des Queen-Jubiläums: Streiks in Londoner U-Bahnhöfen angekündigt

Fahrgäste auf dem Bahnsteig der U-Bahn-Station Oxford Circus in London. (Archivfoto)

U-Bahn-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter der britischen Gewerkschaft RMT (National Union of Rail, Maritime and Transport Workers) haben zu den Feierlichkeiten rund am das Thronjubiläum der Queen einen Streik in bestimmten Bereichen der Londoner U-Bahn angekündigt. Grund dafür seien laut dem RMT-Generalsekretär Mick Lynch Mobbingvorwürfe gegen einen Manager sowie ein „toxisches Arbeitsumfeld“.

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Mitarbeiter der U-Bahnhöfe Euston und Green Park hätten „jahrelang unter anhaltendem Mobbing und Einschüchterungen“ des Mangers gelitten. Die Unternehmensleitung habe sich geweigert, die Vorkommnisse unabhängig aufarbeiten zu lassen. Deswegen hätten sich die Angestellten der Linien Victoria, Jubilee Piccadilly an den beiden Stationen dazu entschieden, am Freitag, 3. Juni, ihren Dienst nicht anzutreten. Das gewählte Datum ist durchaus brisant. Denn bereits einen Tag vorher starten die viertägigen Festlichkeiten zum 70. Thronjubiläum der britischen Königin Elizabeth II. Die Stadt rechnet an dem Wochenende mit einem großen Zustrom von Menschen aus dem ganzen Land.

„Erhebliche Beeinträchtigung“ angekündigt

Die beiden Stationen Euston und Green Park liegen auf dem Weg zum Buckingham-Palast und sind für die Besucherinnen und Besucher der Feierlichkeiten zentrale Verkehrsknotenpunkte. Laut Gewerkschaft wird der Protest den ganzen Tag anhalten. „Unser Streik wird zu erheblichen Beeinträchtigungen für die Menschen führen, die das Jubiläum der Königin feiern wollen“, sagte RMT-Generalsekretär Lynch.

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Der Londoner Verkehrsbetrieb TfL habe die Gewerkschaft aufgefordert, die Streiks abzusagen und eine Untersuchung zu den Mobbingvorwürfen angekündigt. „Wir stellen hohe Anforderungen an unsere Mitarbeiter und sorgen dafür, dass jeder fair behandelt wird“, zitieren britische Medien einen TfL-Sprecher. „Wir sind uns dieses Konflikts bewusst und führen eine dringende Überprüfung durch, um eine Lösung zu finden. Wir haben eine Reihe von Gesprächen mit der RMT geführt und fordern sie auf, nicht zu streiken und weiter mit uns zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu finden.“

RMT-Generalsekretär Lynch zeigte sich für Gespräche bereit. „Wenn die Unternehmensleitung das Richtige tut und sich angemessen mit der Angelegenheit befasst, können wir eine gerechte Lösung in diesem Konflikt finden.“

RND/lau

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