Kopenhagener Zoo wird modernisiert: Drei Wölfe und ein Bär getötet

Der männliche Braunbär musste wegen Modernisierungsplänen sterben.

Der männliche Braunbär musste wegen Modernisierungsplänen sterben.

Kopenhagen. Die 40 Jahre alte Wolfanlage im Kopenhagener Zoo erfülle nicht mehr die Standards und sei nicht mehr zeitgemäß, sagte Zoodirektor Mads Frost Bertelsen dem dänischen Magazin „Politiken“. Deshalb wird sie entfernt. Und mit ihr auch die darin lebenden drei männlichen Wölfe. Weil diese bereits zu alt waren, um an einen anderen Zoo zu vermittelt werden zu können, wurden sie gemeinsam mit einem Braunbären von Zoomitarbeitern getötet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In einer inzwischen von der Website gelöschten Pressemitteilung teilte der Zoo die Entscheidung mit. „Wir haben beschlossen, die Anlage aufzugeben und an der Stelle eine moderne Anlage zu schaffen, die Platz für neue Arten schafft. Das bedeutet gleichzeitig, dass drei männliche Wölfe getötet wurden, da es nicht möglich war, sie andernorts im Zoo oder bei anderen Zoos unterzubringen.“ Auf dem Areal soll – zusammen mit der jetzigen Außenanlage der Elefanten – das neue Revier der Antilopen und Wildschweine entstehen.

Braunbärin bekommt Junge – der Braunbär wurde getötet

Ein ähnliches Schicksal hat auch die Braunbären getroffen. Auch ihre Anlage wird modernisiert und die Tierhaltung wohl reduziert – obwohl derzeit noch Nachzucht betrieben wird. Ein männlicher Braunbär musste jedenfalls sterben. Auch er war nach Einschätzung des Zoos zu alt, um vermittelt werden zu können. Die Tötung des Tieres sei laut Zoochef Frost Bertelsen aus „wohltätigen Gründen“ erfolgt. Wie alt der Braunbär und die Wölfe waren, teilte der Zoo nicht mit.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Facebook, Inc., der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Der Zoo hat noch eine trächtige Braunbärin, die rund um Neujahr Junge bekommen wird. Sie soll in die renovierte Anlage des männlichen Braunbären ziehen, während ihr jetziges Gelände künftig das Eisbärengehege ergänzen soll. Ob nach der Modernisierung, die insgesamt bis 2023 dauern soll, noch Platz für Mutter und Jungtiere ist, ist noch unklar.

Zoos in Dänemark töten immer wieder gesunde Tiere

Es ist nicht das erste Mal, dass der Kopenhagener Zoo aufgrund seines Umgangs mit den Zootieren in den Medien steht. 2014 hatten Zoomitarbeiter die Giraffe Marius wegen Inzuchtgefahr getötet und während der Besuchszeiten an Löwen verfüttert. Die Löwen jedoch waren nicht mehr lange am Leben – das Rudel von vier Tieren wurde wenige Monate später getötet, um Platz für eine neue Generation an Löwen zu schaffen. 2019 sorgte die Tötung von zwei gesunden Braunbären im Zoo Aalborg zudem für Kritik. Die Tiere wurden eingeschläfert, weil sie mit 20 und 21 Jahren nicht mehr für die Zucht geeignet waren. Braunbären werden bis zu 35 Jahre alt.

RND/msk

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken