Siebenfache Summe der Vorabschätzung

Versteigerung persönlicher Gegenstände von Karl Lagerfeld bringt über 4 Millionen Euro

Caroline Lang, Auktionatorin, agiert bei der Versteigerung des dritten Teils des Nachlasses des Modeschöpfers Karl Lagerfeld im Auktionshaus Sotheby’s im Palais Oppenheim in Köln.

Caroline Lang, Auktionatorin, agiert bei der Versteigerung des dritten Teils des Nachlasses des Modeschöpfers Karl Lagerfeld im Auktionshaus Sotheby’s im Palais Oppenheim in Köln.

Köln. Die Nachlassversteigerung von Karl Lagerfeld war für das Auktionshaus Sotheby’s in Köln ein voller Erfolg. Insgesamt wurden die Objekte für insgesamt knapp 4,2 Millionen Euro verkauft. Das ist die siebenfache Summe der Vorabschätzung, wie Sotheby‘s am Montag mitteilt. 233 Lose wurden in zwei Liveauktionen angeboten, aufgeteilt in eine Abendauktion am 4. Mai und eine Tagesauktion am 5. Mai. Weitere 250 Lose kamen vom 29. April bis 6. Mai online zur Versteigerung.

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Besonders beliebt waren Lagerfelds Zeichnungen. 40 Handzeichnungen des Modeschöpfers kamen unter den Hammer. Die Schätzung für alle Werke lag bei 23.000 bis 43.000 Euro. Insgesamt brachten sie aber rund 1,4 Millionen Euro ein.

Poster eines Stummfilms erzielt höchsten Einzelpreis

Das Los mit dem höchsten Verkaufswert stammte aber nicht von Lagerfeld selbst: Es war das von Fritz Rotstadt entworfene Poster zu Lagerfelds Lieblingsfilm „Das Cabinet des Dr. Cali­gari“, einem Werk der deutschen expressionistischen Stummfilmära, das als Meilen­stein der Stummfilmgeschichte gilt. Das Poster wurde für 163.800 Euro verkauft – der Schätzpreis lag zwischen 80.000 und 120.000 Euro.

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Versteigert wurden zudem noch Möbel des Architekten und Designers Bruno Paul. Dazu kamen unter anderem dunkle Sonnenbrillen, Anzugjacken, Schuhe und ein Ensemble des Zubehörs seiner Katze Choupette, die ihm in seinen letzten acht Lebensjahren Gesellschaft leistete.

Lagerfeld-Nachlass für insgesamt 22,5 Millionen Euro versteigert

Zwei Tranchen des Lagerfeld-Nachlasses waren bereits im vergangenen Jahr in Monaco und Paris versteigert worden. Sie hatten zusammen 18,2 Millionen Euro erbracht, das Vierfache der Vorabschätzung. Mit der Auktion in Köln sind es nun insgesamt fast 22,5 Millionen Euro.

„Hommage an Karl Lagerfelds deutsche Wurzeln“

„Die Auktion des dritten Teils aus dem Nachlass von Karl Lagerfeld zog wie die ersten beiden Ausgaben in Monaco und Paris das Interesse von Sammlerinnen und Sammlern auf der ganzen Welt, insbesondere aus Deutschland und den USA, nach sich“, sagte Pierre Mothes, Vizepräsident von Sotheby‘s in Frankreich, laut Mitteilung. „Die Wahl auf Köln war bereits zu Beginn des Projekts als eine Hommage an Karl Lagerfelds deutsche Wurzeln gefallen. Diese Sammlung offenbarte seine Vorlieben als Dekorateur, Ästhet und Designer, der in vielen Kategorien sammelte, aber auch, was seltener vorkommt, den Menschen, der er war“, resümierte er.

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Die Versteigerung des Lagerfeld-Nachlasses war die erste Präsenzversteigerung von Sotheby‘s im Palais Oppenheim in Köln, der neuen Verkaufszentrale von Sotheby‘s Deutschland.

RND/nis mit dpa

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