„Ich will Leute und Kinder töten“: Todesschütze von Florida kündigte Tat auf Facebook an

In Florida hat ein Mann eine Großmutter und ihren kleinen Enkel getötet. (Archivfoto)

In Florida hat ein Mann eine Großmutter und ihren kleinen Enkel getötet. (Archivfoto)

Fort Lauderdale. Der Mann, der in einem Supermarkt in Florida eine Großmutter und ihren einjährigen Enkel erschoss, hatte eine solche Tat auf seiner Facebook-Seite angekündigt. Der Sheriff von Palm Beach County, Ric Bradshaw, zeigte sich am Freitag fassungslos darüber, das keiner seiner Facebook-Kontakte die Behörden darauf hingewiesen habe.

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„Er sagte: ‚Ich will Leute und Kinder töten‘“, zitierte Bradshaw den 55-Jährigen, der am Donnerstag in einem Einkaufszentrum in Royal Palm Beach eine Frau und ihren Enkel erschoss und sich dann das Leben nahm. „Er hatte Freunde. Offensichtlich haben sie das gesehen. Seine Ex-Frau sagte, er habe sich merkwürdig benommen. Er denke, er werde verfolgt. Er ist paranoid. Denken Sie, eine verdammte Seele hätte uns das gesagt? Nein.“ Bradshaw setzte hinzu: „Wenn das so klingt, als ob ich wütend bin: Ich bin es.“

Keine Vorstrafen

Zunächst teilten Behörden mit, der Schütze und die Opfer hätten sich womöglich gekannt. Dann hieß es aus dem Sheriffbüro, dass weder ein Motiv noch eine Beziehung zwischen dem Verdächtigen und seinen Opfern bekannt seien. Der 55-Jährige habe in finanziellen Schwierigkeiten gesteckt und in diesem Jahr Privatinsolvenz erklärt, ging aus Gerichtsakten hervor. Vorstrafen habe er nicht.

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Facebook gestattet es Nutzern, besorgniserregende Posts zu melden, die dann von der sozialen Plattform an die Behörden weitergeleitet werden können. Bradshaw sagte, so hätte die Tat verhindert werden können. „Wenn jemand uns hätte wissen lassen, wer er ist, hätten wir ihn kontaktiert, nachgesehen, ob er eine Schusswaffe hat, ihn zur psychiatrischen Untersuchung gebracht und man würde nicht zwei Tote haben“, sagte der Sheriff. „Dies musste nicht geschehen.“

Die Schwester der Ex-Frau sagte der Zeitung „Palm Beach Post“, die Ex-Frau habe versucht, Hilfe für ihren Mann zu organisieren, aber niemand habe ihr zugehört. „Er hatte psychische Probleme. Er kümmerte sich nicht um sich selbst“, sagte sie. „Meine Schwester ging zum Gericht, zur Polizei, sagte allen, dass er Hilfe benötige. Meine Schwester versuchte, ihm zu helfen, aber wusste nicht, wie.“

RND/AP

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