Angst vor Waldbränden

Griechenland erwartet zehntägige Hitze – steigende Temperaturen begünstigen Feuerkatastrophen

Feuerwehrleute löschen die letzten Brandherde. In Megara, einem Gebiet zwischen den Städten Athen und Korinth, brach ein Flächenbrand aus, der von den Feuerwehrleuten rechtzeitig gelöscht werden konnte. Die anstehende Hitzewelle könnte weitere Waldbrände begünstigen.

Feuerwehrleute löschen die letzten Brandherde. In Megara, einem Gebiet zwischen den Städten Athen und Korinth, brach ein Flächenbrand aus, der von den Feuerwehrleuten rechtzeitig gelöscht werden konnte. Die anstehende Hitzewelle könnte weitere Waldbrände begünstigen.

Der Juli ist, zumindest statistisch, der heißeste Monat in Griechenland. In diesem Jahr lagen die Temperaturen allerdings unter dem Durchschnitt. Noch zur Wochenmitte betrugen die Höchstwerte in vielen Landesteilen weniger als 30 Grad. Doch jetzt rollt die erste große Hitzewelle durch Hellas.

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In Athen werden für das Wochenende 38 Grad erwartet. Nachts fällt das Thermometer dort nicht mehr unter 25 Grad. Für Thessalien in Mittelgriechenland sagen die Meteorologen bis zu 41 Grad voraus. Auch im Westen der Halbinsel Peloponnes können 40 Grad erreicht werden.

Die meisten Urlaubsregionen bleiben unter 40 Grad

Die meisten Urlaubsregionen müssen aber nicht mit so extremen Temperaturen rechnen. Für die beliebte Ferieninsel Rhodos werden Höchstwerte von 35 bis 37 Grad vorausgesagt, auf Kos kann es 38 Grad warm werden. Auf Kreta erwarten die Meteorologen bis zu 34 Grad. Geradezu frisch ist es auf den Kykladen in der Ägäis, zu denen beliebte Reiseziele wie Mykonos, Paros, Naxos und Santorin gehören. Hier sorgen nördliche Winde für Abkühlung. Als Höchsttemperaturen werden für das Wochenende und die kommende Woche 28 bis 29 Grad vorhergesagt. Auf den ionischen Inseln Korfu, Kefalonia, Zakynthos und Lefkas soll es 36 bis 38 Grad warm werden.

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Für Griechenland sind solche Temperaturen im Juli nicht ungewöhnlich. Die Dauer dieser Hitzewelle ist es aber schon: Sie soll etwa zehn Tage anhalten. Die meisten Menschen sind gut auf die Hitze eingestellt. Fast jede Wohnung hat zumindest in den Schlafzimmern Klimageräte. Auch die allermeisten Büros sind klimatisiert. Die Regierung hat allerdings im Rahmen ihres Energiesparprogramms angeordnet, dass die Klimaanlagen in den öffentlichen Gebäuden und Behörden jetzt nicht kälter als auf 27 Grad eingestellt werden dürfen.

Wir müssen lernen, mit extremeren Hitzewellen zu leben.

Meteorologe Konstantinos Lagouvardos

„Wir müssen lernen, mit extremeren Hitzewellen zu leben“, sagt der Meteorologe Konstantinos Lagouvardos, Forschungsdirektor bei der Sternwarte Athen. Der Klimawandel werde dazu führen, dass die Hitzeperioden länger andauern, so der Fachmann. Die steigenden Temperaturen begünstigen auch Feuerkatastrophen.

In der vergangenen Woche wüteten riesige Waldbrände in Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, aber auch in Polen und Slowenien. In Griechenland meldeten die Feuerwehren seit Beginn der Woche täglich 50 bis 70 Waldbrände. Die größten tobten bei Athen und auf Kreta. Am Freitag waren jedoch alle größeren Brände gelöscht.

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