Geiselnahme in Texas: Polizei stürmt Synagoge nach zehn Stunden – Angreifer tot

FBI-Beamte versammeln sich in Colleyville, wo ein Mann offenbar in einer Synagoge Geiseln genommen hat. Nun konnten alle Geiseln befreit werden.

FBI-Beamte versammeln sich in Colleyville, wo ein Mann offenbar in einer Synagoge Geiseln genommen hat. Nun konnten alle Geiseln befreit werden.

Im US‑Bundesstaat Texas ist es am Samstag zu einer Geiselnahme in einer Synagoge gekommen. Nach zehn Stunden ist die Geiselnahme beendet. Alle Geiseln der Kleinstadt Colleyville unweit von Dallas konnten befreit werden. Wie der texanische Gouverneur Greg Abbott via Twitter mitteilte, seien alle Geiseln „am Leben und in Sicherheit“. Der mutmaßliche Geiselnehmer wurde erschossen. Von wem, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

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Der Verdächtige forderte dabei die Freilassung einer pakistanischen Neurowissenschaftlerin, die wegen versuchten Mordes an US‑Soldaten in Afghanistan verurteilt wurde, wie aus Polizeikreisen verlautete.

Behördenangaben zufolge wurde eine der vier Geiseln freigelassen, die anderen drei bei einem Einsatz der Polizei in der Synagoge in Colleyville in der Nähe von Fort Worth gerettet. Die Bundespolizei FBI war an dem Einsatz beteiligt und stand in Kontakt mit dem Geiselnehmer. Konkretere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

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Forderungen des Geiselnehmers

Der Verdächtige hatte bei der Geiselnahme Forderungen von sich gegeben, die nicht direkt mit der jüdischen Gemeinde zu tun hatten, wie FBI‑Agent Matt DeSarno mitteilte. Wie aus Polizeikreisen zu erfahren war, wollte der Mann die Freilassung der Pakistanerin Aafia S. erwirken, die mutmaßlich Verbindungen zum Terrornetzwerk Al-Kaida hat. Er habe auch verlangt, dass er mit der Frau reden dürfe. Diese befindet sich in einem Bundesgefängnis in Texas.

Die Lokalzeitung „Fort Worth Star-Telegram“ berichtete von einem Mann, der in der Synagoge Beth Israel Geiseln gefangen halte. Es sei unklar, ob irgendjemand verletzt sei und womit der Mann bewaffnet sein könnte.

Die Zeitung berichtete ebenfalls von einem Livestream auf der Facebook-Seite der Synagoge. Demnach seien Verhandlungen zwischen dem mutmaßlichen Geiselnehmer und der Polizei zu hören gewesen. Ein wütender Mann habe geschimpft und über Religion gesprochen. Der Livestream habe aber nicht gezeigt, was in der Synagoge geschah. Kurz vor 14 Uhr sagte der Mann: „Sie müssen etwas tun. Ich will diesen Mann nicht tot sehen.“ Wenige Augenblicke später brach die Übertragung ab. Der Facebook-Mutterkonzern Meta bestätigte, dass das Video entfernt worden sei.

Der Fernsehsender CNN berichtet unter Berufung auf die Polizeisprecherin Dara Nelson, dass es derzeit keine Verletzten gebe. „Die FBI-Vermittler sind diejenigen, die Kontakt mit der Person im Gebäude haben“, sagte Nelson.

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Laut CNN werten die Ermittler derzeit das Material aus dem Facebook-Livestream aus, um Hinweise auf den Tathergang und alle Beteiligten zu gewinnen. Außerdem berichtet der Sender von „mindestens vier Geiseln“ in der Synagoge.

„ABC“ meldet, dass ein Rabbiner sowie drei weitere Menschen als Geiseln gehalten würden – und beruft sich dabei auf eine Quelle, „die mit der Lage vertraut“ sei.

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In Colleyville nordöstlich von Fort Worth leben rund 26.000 Menschen.

Über die Situation in der Synagoge wurde nach Aussage seiner Pressesprecherin auch US‑Präsident Joe Biden informiert. Mitglieder des nationalen Sicherheitsteams seien mit dem FBI in Kontakt.

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Die Polizei von Colleyville teilte mit, Beamte seien am späten Samstagvormittag (Ortszeit) zur Adresse der Synagoge gerufen worden. Häuser in der unmittelbaren Umgebung seien evakuiert worden. Bürger seien aufgerufen worden, die Gegend zu meiden.

RND/vkoe/AP

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