Gedenken an Corona-Tote: Kreuz aus 76.000 Schrauben in Kirche

Pastorin Stefanie Radtke (rechts) steht mit einem Helfer am Karfreitag an einem Kreuz aus Schrauben in der Kirche.

Pastorin Stefanie Radtke (rechts) steht mit einem Helfer am Karfreitag an einem Kreuz aus Schrauben in der Kirche.

Eime. Aus 76.000 Schrauben ist in der evangelischen Gemeinde Eime bei Hildesheim ein Kreuz entstanden - zum Gedenken an die Opfer der Corona-Pandemie in Deutschland: „Jede Schraube soll für einen Corona-Toten stehen“, sagte Pastorin Stefanie Radtke am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Das Projekt habe sie mit Jugendlichen unter Corona-Bedingungen fertiggestellt. „Die Jugendlichen müssen auf so viel verzichten. Ich wollte sie motivieren, sie müssen begreifen, wofür sie das alles tun.“

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Michelle hockt mit einem Akkuschrauber am Karfreitag an dem Kreuz aus Schrauben.

Michelle hockt mit einem Akkuschrauber am Karfreitag an dem Kreuz aus Schrauben.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 in Deutschland gestorben sind, war am Karfreitag auf 76.543 gestiegen.

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Die Schrauben sind auf einem großen Holzbrett so angeordnet, dass zwischen ihnen ein Kreuz frei geblieben ist. Es wurde am Karfreitag im Nachmittagsgottesdienst vorgestellt. An dem Tag erinnern die christlichen Kirchen an die Gefangennahme, Kreuzigung und den Tod von Jesus Christus. Zu Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu, wie sie in der Bibel erzählt wird.

Das Kreuz kann auch gekauft werden. „Es ist zu einem Mahnmal geworden, mal sehen ob jemand anbeißt“, sagte Radtke. Zusammen mit ihrer Partnerin Ellen ist sie im Internet keine Unbekannte. Auf dem Youtube-Kanal „Anders Amen“ gibt das lesbische Paar einen Einblick in sein Leben auf dem Dorf.

RND/dpa

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