Fünf Monate kein Besuch: Krankenschwester adoptiert einsames Baby

In den ersten fünf Monaten ihres Lebens hatte Gisele keinen Besuch (Symbolfoto).

In den ersten fünf Monaten ihres Lebens hatte Gisele keinen Besuch (Symbolfoto).

Boston. Als Krankenschwester Liz Smith im Dezember 2016 auf die Baby-Station kommt, entdeckt sie Gisele, die gerade über den Flur geschoben wird. Gisele war als Frühchen zur Welt gekommen und hatte in den ersten fünf Monaten ihres Lebens in einem anderen Krankenhaus nie Besuch bekommen.

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Die Behörden wollten Gisele nach einem kurzen Reha-Aufenthalt im Franciscan Children’s Hospital in Massachusetts, in dem Smith arbeitet, an das Jugendamt übergeben, als der Zufall die beiden zueinander führte.

Kollegen bringen Krankenschwester und Kind zusammen

Oder vielmehr die Kollegen von Liz Smith, denn die fanden, das kleine Mädchen, das eine Mutter mit medizinischen Kenntnissen benötigte, und die Krankenschwester mit großem Kinderwunsch, würden perfekt zusammenpassen. Das erzählt Liz Smith in einem Interview mit CNN.

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Liz Smith kam wieder. Neun Monate lang stand sie dem kleinen Mädchen nach ihrer Arbeit täglich bei. Giseles Eltern waren drogenabhängig, sie musste deshalb einen Heroin- und Kokainentzug machen, wurde künstlich ernährt. Doch dabei war sie nicht länger alleine, denn Liz Smith, die jahrelang auf verschiedene Weisen vergeblich versucht hatte, ein Kind zu bekommen, war nun bei ihr.

Nach anderthalb Jahren durfte Liz Smith Gisele adoptieren

Während die Behörden noch nach Giseles leiblichen Eltern suchten, verliebte sich Liz Smith mit jedem Tag mehr in das Kind. Da die Behörden Gisele staatlich nicht versorgen konnten, durfte sie bei Liz Smith bleiben. „Man kann nicht nur mit einer bestimmten Prozentzahl lieben, du musst es komplett tun“, sagt Liz Smith der Zeitung „USA Today“.

„Nach 553 Tagen, in denen wir unsere Liebe und unser Zuhause geteilt haben, teilen wir uns seit heute auch den Nachnamen“, steht auf einem Schild, das Liz Smith in die Kameras hält. Im Oktober 2018 durfte sie Gisele adoptieren, sie heißt nun auch Smith und hat eine richtige Mama.

Gisele wird weiterhin künstlich ernährt

Gisele leidet noch immer unter den schlimmen Bedingungen vor ihrer Geburt, wird nach wie vor künstlich ernährt, fragt inzwischen aber nach Pizza und tanzt zu „Baby Shark“. „Hätte man mir das vor einem Jahr gesagt, hätte ich es nicht geglaubt“, zitiert die „USA Today“ Smith.

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Im Interview mit CNN ist auch der kleine lebensfrohe Lockenkopf Gisele zu sehen, die mit ihrem Stoff-Affen spielt und viel lacht. Immer wieder ist ihr Kichern und Geblabbere zu hören, während ihre Mutter über ihre Gesundheit spricht. „Ich kann mir nicht vorstellen, jemanden mehr zu lieben als Gisele“, sagt Liz Smith, „ich war noch nie glücklicher und stärker.“

Von RND/msk

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