Fünf Menschen totgefahren: Amokfahrer von Trier fühlte sich kurz vor Tat erniedrigt

Vor der Porta Nigra in Trier haben Menschen zum Gedenken an die Opfer der Amokfahrt Kerzen aufgestellt.

Vor der Porta Nigra in Trier haben Menschen zum Gedenken an die Opfer der Amokfahrt Kerzen aufgestellt.

Trier. Der mutmaßliche Amokfahrer von Trier hat sich kurz vor seiner Todesfahrt „erniedrigt“ gefühlt. Dies berichtete ein Kriminalbeamter am Freitag vor dem Landgericht Trier über die ersten Vernehmungen des 52 Jahre alten Mannes. Bei der Amokfahrt in der Fußgängerzone in Trier waren am 1. Dezember 2020 fünf Menschen getötet worden. Zudem gab es zahlreiche Verletzte und Traumatisierte.

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Der Kripobeamte berichtete, der Mann sei noch in der Gewahrsamszelle „sehr, sehr redselig“ gewesen. Er habe gesagt, er sei am Tag vor der Tat bei einem Notar gewesen, um dort eine ihm zustehende Erbschaft von zwischen 350.000 und 500.000 Euro einzufordern. Beim Notar sei er aber „erniedrigend behandelt“ worden. Deswegen sei er durch die Fußgängerzone von Trier gefahren. Auf die Frage, was dort passiert sei, habe er geantwortet: „Es hat mehrfach gerumst.“

Staatsanwaltschaft wirft dem 52-Jährigen fünffachen Mord vor

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 52-Jährigen fünffachen Mord und versuchten Mord in 18 weiteren Fällen vor. Der Deutsche sei mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone gerast, um möglichst viele Menschen zu töten oder zu verletzen.

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Im Gerichtsverfahren hat sich der Angeklagte bisher nicht geäußert. Auf Antrag der Verteidigung brach die Vorsitzende Richterin Petra Schmitz die Befragung des Kripobeamten schon nach wenigen Minuten ab, weil der psychiatrische Sachverständige wegen Krankheit nicht anwesend war. Die Verhandlung soll am 6. Oktober fortgesetzt werden, sofern der Sachverständige dann verfügbar ist.

RND/dpa

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