Fragen, Ängste, Wutausbrüche: Was Hotline-Mitarbeiter im Gesundheitsamt am Telefon erleben

Von Fragen zum Impfen und zur Corona-Verordnung bis hin zu Quarantänebestimmungen und Gespräche über den Tod eines Angehörigen – wer in Zeiten von Corona bei der Hotline des Gesundheitsamtes Anrufe entgegennimmt, hat alle Hände voll zu tun. (Symbolbild)

Von Fragen zum Impfen und zur Corona-Verordnung bis hin zu Quarantänebestimmungen und Gespräche über den Tod eines Angehörigen – wer in Zeiten von Corona bei der Hotline des Gesundheitsamtes Anrufe entgegennimmt, hat alle Hände voll zu tun. (Symbolbild)

Von Fragen zum Impfen und zur Corona-Verordnung bis hin zu Quarantänebestimmungen und Gespräche über den Tod eines Angehörigen – wer in Zeiten von Corona bei der Hotline des Gesundheitsamtes Anrufe entgegennimmt, hat alle Hände voll zu tun. Etwa 2000 bis 3000 Anrufe gehen Tag für Tag allein bei der Corona-Hotline der Regionsverwaltung Hannover ein – etwa 800 bis 1000 davon können die 29 Mitarbeiter bewältigen. Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) am Montag berichtet, erleben die Mitarbeiter der Hotline in der Pandemie viele Extreme – doch sie wissen auch, wie wichtig ihr Beitrag in der Krise ist.

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Auch kuriose Anrufe bleiben nicht aus

„Wir machen hier einen sehr sinnvollen Job, und das bereitet uns viel Freude“, sagt Hendrik Schrader, Leiter des Teams bei der Regionsverwaltung gegenüber der „HAZ“. Fest steht: Die Menschen haben Fragen: zur Corona-Verordnung, zu Quarantänebestimmungen und zum Impfen. Und auch wenn Letzteres eigentlich Sache des Landes Niedersachsen und dessen eigener Hotline ist, wird es bei der Hotline des Gesundheitsamtes konkreter für die Menschen. Denn „wir sagen genau, was in der Region Hannover derzeit gilt“.

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Doch es sind nicht nur Fragen zu den Verordnungen und zum Impfprozess, auf die die Menschen Antworten wollen. Viele von ihnen sind wütend, verzweifelt, fühlen sich im Stich gelassen. „Und wir haben auch Fälle, die uns sehr berühren“, sagt der Teamleiter. Etwa wenn ein Mensch schwer erkrankt ist und die Angehörigen wissen wollen, ob sie ihn nach Hause holen dürfen, damit er nicht einsam stirbt. Mit der Zeit erleben die Hotline-Mitarbeiter aber auch immer häufiger die Wut vieler Anrufer. Aber auch kuriose Begegnungen am Telefon bleiben nicht aus: „Eine Dame rief mich an und äußerte Bedenken gegenüber einem Corona-Test. Sie müsse zunächst ihren geistigen Berater konsultieren“, erzählt Mitarbeiter Ralph Meyer. Am Ende stellte sich heraus, dass es sich bei dem Berater um keine reale Person, sondern um ein „Geistwesen“ handelte.

Auch in den kommenden Tagen erwartet das Team rund um die Hotline wieder zahlreiche Anrufe. Denn auch wenn es in der Region Hannover auf Lockerungen zugeht, werden die Fragen vieler Bürger bleiben.

RND/liz

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