Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister

Fischsterben in der Oder: Satellitenbilder könnten Ursache aufklären

Ein toter Fisch, der schon stark verwest ist, liegt am frühen Morgen am Ufer vom deutsch-polnischen Grenzfluss Oder.

Ein toter Fisch, der schon stark verwest ist, liegt am frühen Morgen am Ufer vom deutsch-polnischen Grenzfluss Oder.

Ueckermünde/Frankfurt (Oder). Nach Aussage von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus könnten Satellitenaufnahmen bei der Erklärung des Oder-Fischsterbens helfen. Sie könnten möglicherweise einen Eintrag in die Oder zeigen, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Ueckermünde. Er zeigte sich überzeugt, dass es zu einer Einleitung in den Fluss gekommen sei.

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„Meine Theorie lautet, es muss irgendwo zwischen Anfang Juli und Mitte Juli zu einem Eintrag gekommen sein.“ Das könne eventuell auch etwas später passiert sein. Es habe ohne erheblichen Niederschlag ein deutliches Ansteigen der Oder um 30 Zentimeter und einen starken Anstieg des Salzgehaltes gegeben. „Da muss irgendwas passiert sein, und das muss aufgeklärt werden.“

Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Mit Glück könnten Satellitendaten bei der Aufklärung eines solchen Ereignisses helfen, sagte Backhaus. Man wolle deshalb mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Neustrelitz zusammenarbeiten.

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Polen schließt Quecksilber als Ursache für Fischsterben in der Oder aus

Die Suche nach der Ursache für das massenhafte Sterben in der Oder geht weiter. Umweltministerin Lemke bemängelte die deutsch-polnische Zusammenarbeit.

Helfer haben in Brandenburg und Polen massenweise Fischkadaver aus der Oder geborgen. Die Ursache ist bislang unklar. Die polnische Regierung geht von einem Umweltsünder aus. Dahingehend hatte sich Regierungschef Mateusz Morawiecki vor einer Woche geäußert. Ermittler überprüfen verschiedene Industriebetriebe. Experten halten etwa einen Zusammenhang mit dem schlesischen Bergbau für möglich.

RND/dpa

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