Explosionen in Chemiefabrik bei Houston

In der Houstoner Fabrik des französischen Petrochemie-Konzerns Arkema werden organische Peroxide hergestellt.

In der Houstoner Fabrik des französischen Petrochemie-Konzerns Arkema werden organische Peroxide hergestellt.

Houston. An einer Chemiefabrik nahe der texanischen Großstadt Houston ist es nach der Überschwemmung durch den Sturm „Harvey“ zu zwei Explosionen gekommen. Schwarzer Rauch stieg aus der Fabrik des französischen Petrochemie-Konzerns Arkema auf, wie US-Medien am Donnerstagmorgen berichteten. Der lokalen Polizeibehörde zufolge kam ein Polizist nach dem Einatmen des schwarzen Rauchs ins Krankenhaus. Die in der Fabrik gelagerten Chemikalien drohten zu überhitzen und zu explodieren, nachdem die Stromversorgung zur Kühlung der Anlage wegen der Überschwemmungen ausgefallen war. Vorsorglich waren Anwohner im Umkreis von zwei Kilometern bereits am Vortag in Sicherheit gebracht worden.

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Arkema stellt in Crosby, etwa 40 Kilometer nordöstlich von Houston, organische Peroxide her.

Zahl der Toten steigt auf mehr als 30

Derweilen hat der Sturm "Harvey" weiter an Kraft verloren. Das US-Hurrikan-Zentrum stufte ihn zu einem tropischen Tiefdruckgebiet herab. Gleichwohl bleibt die Lage wegen den anhaltenden Überschwemmungen im Südosten von Texas und im Südwesten von Louisiana dramatisch. Die Zahl der bestätigten Todesfälle stieg auf mindestens 31.

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In der Stadt Orange kamen zwei Menschen ums Leben, wie Bezirksrichter Stephen Carlton mitteilte. Der Bezirk um die schwer getroffene Stadt Houston bestätigte am Mittwoch (Ortszeit) sechs weitere Tote. Im Süden von Texas traten mehrere Tausend Liter Rohöl aus Lagertankern aus. In Houston, wo am Mittwoch wieder die Sonne schien, sollten am Donnerstag teilweise wieder Busse und Bahnen fahren.

Die Feuerwehr der Stadt sollte indes damit beginnen, durch die Fluten bisher nicht zugängliche Nachbarschaften Straße für Straße zu durchsuchen. Die Einsatzkräfte würden damit ab Donnerstagmorgen im Südwesten beginnen, sagte Houstons Feuerwehrchef, Samuel Peña. Bis die Stadt vollständig durchkämmt ist, könnte es rund eine Woche dauern.

Von ap/dpa/RND/zys

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