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Erst „Xandra“, dann „Ylenia“ und schließlich „Zeynep“: Drei Orkantiefs sorgen für stürmische Tage

Ein Luftsack auf einer Autobahnbrücke.

Hannover. Es wird ungemütlich: Ab Mittwoch bis zum Ende des Wochenendes wird es im ganzen Land immer wieder zu schweren Sturmböen kommen, mancherorts werden sogar Orkanböen erwartet. Grund ist allerdings nicht ein einzelnes Tief, sondern drei aufeinander folgende: „Xandra“, „Ylenia“ und „Zeynep“. Als „einen bemerkenswerten Witterungsabschnitt“ bezeichnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) die stürmischen Aussichten der nächsten Tage. „Das, was uns da in den nächsten drei Tagen bis Samstag droht, ist potenziell sehr gefährlich“, warnen die Meteorologinnen und Meteorologen.

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Tief Nummer eins ist den Angaben zufolge „Xandra“, das am Mittwochmorgen Schottland in Richtung nördliche Nordsee verlassen hat, den Skagerrak, einen Teil der Nordsee zwischen der Nordküste Jütlands, der Südküste Norwegens und der nördlichen Westküste Schwedens, passiert und zum Tagesende Südschweden erreicht. „Xandra“ bringt laut DWD neben Regen und milden Temperaturen starken Wind bis hin zu Orkanböen mit sich.

Durch die massiven Temperaturgegensätze über dem Nordatlantik bilden sich laut DWD dann gleich zwei weitere Orkantiefs heraus, die unmittelbar Deutschland beeinflussen. Den Anfang macht „Ylenia“ in der Nacht zu Donnerstag und am Donnerstag, gefolgt von „Zeynep“ am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag.

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Auf „Ylenia“ folgt „Zeynep“

„Ylenias“ Sturmfeld befinde sich an der Südflanke des Tiefs und erfasse weite Teile von West- und Mitteleuropa – und damit auch Deutschland. Aufgrund der Nähe zum Tiefkern steht laut DWD insbesondere die Nordosthälfte des Landes im Fokus der Sturmentwicklung. Ab der Nacht zu Donnerstag muss deshalb vom Nordwesten bis zur Mitte und in die östlichen Landesteile verbreitet mit schweren Sturmböen bis 100 Stundenkilometer gerechnet werden, es sind sogar einzelne orkanartige Böen und Orkanböen bis 120 Stundenkilometer wahrscheinlich.

Nach einem kurzen Zwischenhocheinfluss, der laut DWD seinen Namen kaum verdient, nähert sich am Freitag das nächste Orkantief „Zeynep“. Das Sturmfeld werde kleinräumiger und es handele sich um einen sogenannten Schnellläufer, dessen Vorhersage unsicherer sei als die der großen Orkantiefs. „Zwar ist recht sicher, dass das Sturmfeld Deutschland erfassen wird, wo genau und mit welchen Windgeschwindigkeiten, bleibt bisweilen aber unklar“, heißt es beim DWD. Die Gefahr von Orkanböen sei dennoch gegeben, zumindest regional und besonders über der Nordhälfte.

Wie ein Tief oder ein Hoch benannt wird, ist nicht dem Zufall überlassen: Zu ihrem Namen kommen sie durch die Aktion „Wetterpate“ von der Freien Universität Berlin. Diese wirbt auf ihrer Website mit Patenschaften, die man für ein Druckgebiet, also entweder ein Hoch oder ein Tief, käuflich erwerben kann. Ob die Hochs und Tiefs männliche oder weibliche Vornamen erhalten, wechselt jedes Jahr. In geraden Jahren erhalten Tiefs weibliche und Hochs männliche Vornamen, in ungeraden Jahren ist es umgekehrt.

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RND/seb

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