Erneut sechs Personen nach Kokainkonsum in Argentinien in Klinik

Familienmitglieder sehen zu, wie ein Verwandter, der nach dem Konsum von giftigem Kokain tagelang im Krankenhaus lag, in ein anderes Krankenhaus transportiert wird.

Rosario. Nach dem Tod von mindestens 20 Menschen wegen gepanschten Kokains sind in Argentinien erneut sechs Drogenkonsumenten ins Krankenhaus gebracht worden. Dies ging aus mehreren Tweets des Gesundheitsamts der Stadt Rosario am Montag (Ortszeit) hervor.

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Demnach handelt es sich um Frauen und Männern zwischen 22 und 41 Jahren. Mehrere von ihnen befanden sich in einem ernsten Zustand, sie wurden im Hospital Roque Sáenz Peña in der drittgrößten argentinischen Stadt an Atemgeräte angeschlossen. Ersten Informationen zufolge hatten sie die gleichen Wahrnehmungs- und Atemprobleme wie jene, die in Buenos Aires gestorben waren. Rosario liegt rund 300 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires.

In der vergangenen Woche waren in der Hauptstadtprovinz mindestens 20 Menschen nach dem Konsum von gestrecktem oder vergiftetem Kokain gestorben, 49 weitere Konsumenten kamen mit zum Teil schweren Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus. Viele Opfer hatten das Kokain offenbar beim selben Dealer in dem Armenviertel Puerta 8 nordwestlich der Stadt Buenos Aires gekauft.

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Die Polizei konnte Reste der Drogen in einer Tüte und an einem Geldschein sicherstellen. Die ersten Ermittlungen deuteten darauf hin, dass ein konkurrierender Rauschgifthändler die Drogen vergiftet hatte, um den Rivalen aus dem Geschäft zu drängen.

Argentinien leidet im Vergleich zu anderen Ländern Lateinamerikas nicht unter massiven Auseinandersetzungen zwischen den großen Drogenkartellen. Aber lokale Clans ringen in den Armenvierteln im Umland der Metropolen durchaus mit harten Bandagen um Geschäftsfelder und Einflusszonen. Vor kurzem wurden in Rosario ein Ehepaar und seine einjährige Tochter nach einer Hochzeit im Drogenmilieu getötet.

RND/dpa

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