E-Scooter-Anbieter entlässt 400 Mitarbeiter per Zoom-Konferenz

E-Scooter der Firma Bird stehen während der Corona-Krise ungenutzt in der Kölner City.

E-Scooter der Firma Bird stehen während der Corona-Krise ungenutzt in der Kölner City.

Santa Monica. Videokonferenzen sind während der Corona-Krise ein beliebtes Mittel für Betriebe, um mit ihren Mitarbeitern im Homeoffice Kontakt zu halten. Vor allem der Videodienst Zoom erfreut sich derzeit großer Beliebtheit. Ob solche Konferenzen jedoch für jede Art betrieblicher Kommunikation das richtige Mittel sind, ist fraglich. Viel Kritik zieht gerade der E-Scooter-Anbieter Bird auf sich – er sprach offenbar rund 400 Mitarbeitern während einer Videoschalte die Kündigung aus.

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Wie das Magazin dot.la berichtet, habe das junge Unternehmen eine Videokonferenz mit dem Namen “COVID-19 Update” einberufen. Eingeladen wurden dazu jedoch nicht alle 1400 Mitarbeiter des Unternehmens, sondern nur 406. Die Gästeliste sei den Teilnehmern nicht zugänglich gemacht worden – und im Verlauf der Konferenz zeigte sich dann auch, warum.

Mitarbeiter bekommen Kündigung im Videochat

“Covid-19 hat auch massive Auswirkungen auf unser Geschäft gehabt, die unser Führungsteam und unseren Vorstand zu äußerst schwierigen und schmerzhaften Entscheidungen gezwungen haben”, soll eine Stimme in der Konferenz gesagt haben. "Eine dieser Entscheidungen ist die Abschaffung einer Reihe von Rollen im Unternehmen. Leider wird Ihre Rolle durch diese Entscheidung beeinträchtigt.”

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Wer den Text gesprochen hat, ist nicht bekannt. Es soll sich aber nicht um eine der Führungspersonen des Unternehmens gehandelt haben, auch nicht um den Chef von Bird, heißt es in dem Bericht. Dem Magazin dot.la war eine Aufzeichnung der bizarren Konferenz zugeschickt worden.

Auch andere Anbieter erwägen Personalabbau

Klar ist: Nach der Konferenz waren mehr als 400 Mitarbeiter ihren Job los. Vor der Pandemie war das Unternehmen weltweit in rund 100 Städten aktiv. In Berlin etwa hatte Bird noch kurz vor der Krise den E-Scooter-Konkurrenten Circ übernommen.

Auch andere Anbieter wie etwa Lime erwägen Personalabbau wegen der Corona-Pandemie, berichtet Bloomberg unter Berufung auf eine unternehmensnahe Quelle. Die Nutzung der Dienste geht wegen der Kontakt- oder Ausgangssperren derzeit massiv zurück.

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RND/msc

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