Durch Stadt finanziertes Festival in Leipzig: Hunderte feiern ohne Masken und Abstand

Das DisTanz-Festival fand auf fünf Bühnen im Leipziger Clara-Zetkin-Park statt. Hier: Die Technobühne während des Auftritts von Kazilla.

Das DisTanz-Festival fand auf fünf Bühnen im Leipziger Clara-Zetkin-Park statt. Hier: Die Technobühne während des Auftritts von Kazilla.

Leipzig. Im Leipziger Clara-Zetkin-Park haben am Samstag rund 1000 Menschen auf dem DisTanz-Festival gefeiert. Auf insgesamt fünf Bühnen traten Techno-DJs, Rapper und Livebands auf. Dazwischen gab es Redebeiträge. Mit dem eintägigen Festival, das 2020 zum ersten Mal stattfand, sollte auf „die unkommerziellen Kulturschaffenden in Leipzig” aufmerksam gemacht werden, die durch die Corona-Krise finanzielle Verluste hinnehmen mussten, berichtet die „Leipziger Volkszeitung” (LVZ).

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Doch die Veranstaltung hatte schon im Vorhinein für Aufregung gesorgt: Ursprünglich sollte bei dem Festival dem Zeitungsbericht zufolge ein DJ auftreten, der im Internet mit Hakenkreuzen posiert. Die Veranstalter hatten ihn und vier weitere DJs nachträglich ausgeladen.

Hygieneregeln nicht eingehalten

Jetzt gibt es aber erneut Diskussionen, die nichts mit den DJs zu tun haben: Obwohl die Veranstalter auf mehreren Schildern darum gebeten hätten, sei auf der Technobühne ohne Masken und Abstand getanzt worden. Auch an den Getränkeständen hätten die Menschen so gut wie keine Masken getragen, berichtet die LVZ.

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Erlaubt sei das so in Sachsen nicht: Laut der aktuellen sächsischen Corona-Verordnung müssen Gäste von Großveranstaltungen tagesaktuelle Tests oder Impfnachweise vorzeigen und es besteht auch unter freiem Himmel eine „Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung” und zur Einhaltung eines „Mindestabstands von 1,5 Metern”.

Versammlungsbehörde schritt nicht ein

Dass sich daran nicht gehalten wurde, zeigen zahlreiche Bilder des Leipziger Festivals. Und doch wurde laut LVZ von den Behörden nicht eingegriffen: Die Versammlungsbehörde schritt demnach nicht ein, die Veranstaltung wurde fortgesetzt.

Laut der Leipziger Zeitung ist diese Entscheidung auch deshalb brisant, weil auf einer anderen Versammlung am Samstag völlig anders gehandelt worden sei: Der Aufzug einer Impfgegnerdemo sei am Nachmittag zeitweise aufgehalten worden, weil die Teilnehmenden keinen Mund-Nasen-Schutz trugen. Außerdem sei den Rednern der Ton abgedreht worden.

RND/hsc

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