Deutscher Arzt wegen sexuellen Übergriffs auf Patientin verurteilt

Ein Arzt hält ein Stethoskop in der Hand. (Symbolbild)

Ein Arzt hält ein Stethoskop in der Hand. (Symbolbild)

Zürich. Ein deutscher Arzt ist wegen eines sexuellen Übergriffs in der Schweiz verurteilt und mit einem Berufsverbot belegt worden. Laut der Anklage hatte der 51-Jährige eine damals 18-jährige Patientin im Intimbereich untersucht, obwohl sie wegen Erkältungssymptomen zu ihm kam. In einem am Mittwoch veröffentlichten Entscheid bestätigte ein Berufungsgericht in Zürich die Verurteilung wegen „Schändung“. Der Mediziner wurde zu einer 15-monatigen Bewährungsstrafe sowie zu einer Entschädigungszahlung von 1500 Franken (1400 Euro) an die junge Frau verurteilt. Der Arzt kann auch noch vor dem Schweizer Bundesgericht dagegen berufen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In der Berufungsverhandlung in Zürich bestritt der Angeklagte, dass er die Patientin missbraucht habe. Als sie im Oktober 2019 ein Ärztezentrum im Kanton Zürich aufsuchte, habe er die Frau auch wegen früherer Beschwerden untersuchen wollen und eine mögliche Eileiterschwangerschaft oder Blinddarmentzündung ausschließen wollen. Laut der Staatsanwältin war diese Erklärung jedoch nicht glaubhaft, da in den genauen Patientenakten des Arztes die Untersuchung im Intimbereich nicht dokumentiert war.

RND/dpa

Mehr aus Panorama

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen