Camillas Sieg auf lange Sicht

Die Frau an seiner Seite: Lange musste sich Camilla sich gedulden, 2005 heiratete sie Prinz Charles.

Die Frau an seiner Seite: Lange musste sich Camilla sich gedulden, 2005 heiratete sie Prinz Charles.

London. Wie konnte er nur? Da hatte Charles, der britische Thronfolger, diese schöne, junge Frau mit dem schüchtern-charmanten Dackelblick an seiner Seite und betrog sie jahrelang mit einem Rottweiler. So zumindest nannte Lady Diana ihre Widersacherin Camilla Parker Bowles. Die 14 Jahre ältere, herb erscheinende Camilla sei die „Dritte“ in ihrer Ehe gewesen, wodurch es in dieser „etwas eng“ wurde. Das attestierte die sogenannte Königin der Herzen in einem berühmten TV-Interview 1995.

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Die unglücklich Betrogene hatte das Volk auf ihrer Seite. Camilla den schwarzen Peter. Sie war die Ehebrecherin mit der Fönwelle. Andere hätten den öffentlichen Druck und die Feindseligkeit – auch aus dem britischen Königshaus – nicht lange ausgehalten. Camilla schon. Am Montag wird die Herzogin von Cornwall 70 Jahre alt. Seit 2005 ist sie nun auch offiziell mit ihrer Langzeitaffäre verheiratet.

Und die beginnt schon früh. 1970 trifft Camilla den britischen Thronfolger Charles bei einem Polospiel in Windsor, bei dem sie ihm – so die Legende – in ihrer freimütigen Art vorschlägt: „Meine Urgroßmutter war die Geliebte deines Ur-Urgroßvaters, wie wär’s?“ Angeblich funkt es bei diesem Treffen zwischen den beiden. Camilla ist eine gute Partie. Ihr Vater Adjutant der königlichen Leibwache, die Mutter aus einer reichen Architektenfamilie. Privatschulen in der Schweiz, Frankreich und England bereiten die Debütantin auf ein Leben am Hofe vor. Doch daraus wird erst einmal nichts.

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Camilla – die intrigante Ehebrecherin

Die Beziehung zu Charles zerbricht, als er zur Navi geht. Zwei Jahre später heiratet Camilla den zehn Jahre älteren Gardeoffizier Andrew Parker Bowles, der für seine vielen Affären bekannt ist. Gemeinsam bekommen sie zwei Kinder, Tom und Laura. Charles heiratet derweil Diana. Sie führen eine Ehe, die keinem Glück bringt. Camilla und Charles lassen ihre einstige Affäre wieder aufleben. Doch nichts bleibt unentdeckt – schon gar nicht im britischen Boulevardland. Pikant wird es, als Mitschnitte eines intimen nächtlichen Telefonats auftauchen. Charles sehne sich danach, Camillas Tampon zu sein – die Briten ergötzen sich am „Camillagate“-Skandal. Doch auch der kann C&C nicht auseinanderbringen.

1996 lassen sich Charles und Diana scheiden, nur ein Jahr später stirbt die Prinzessin bei einem Autounfall in Paris. Die nun ebenfalls geschiedene Camilla gilt jetzt erst recht als intrigante Ehebrecherin, die sich bei Hofe nicht blicken lassen darf. In einem kürzlich erschienenen Interview mit der „Mail on Sunday“ spricht Camilla über diese Zeit: „Es war schrecklich.“ Sie habe sich in ihrem Haus versteckt und mit einem Fernglas nach Paparazzi Ausschau gehalten. Morgens habe sie kaum genug Kraft gehabt, um aus dem Bett aufzustehen.

Camillas Durchhaltevermögen wird belohnt

Doch Camillas jahrelanges Durchhaltevermögen wird belohnt. Auch wenn bei der amtlichen Trauung mit Charles die Queen durch Abwesenheit glänzt, gibt sie dem Paar ihren Segen. „Mein Sohn ist zu Hause angekommen mit der Frau, die er liebt“, befindet die gestrenge Monarchin beim Vermählungsempfang auf Schloss Windsor.

Mittlerweile wird die Herzogin vom Volk hochgeschätzt, geliebt wäre zu viel gesagt. Dem eher wankelmütigen 68-jährigen Charles gibt sie Stabilität. Ohne sie geht gar nichts: Angeblich stellt er sich bei Reisen, an denen Camilla nicht teilnehmen kann, Aquarelle, die seine Frau für ihn malte, auf den Nachttisch. Anders als Diana ist Camilla nicht an einer Starrolle interessiert, sondern gibt sich lieber als die Frau an der Seite des Thronfolgers. Sie verdränge den Gedanken, einmal Königin zu werden, sagte sie vor Kurzem.

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Von RND/Heike Manssen

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