„So richtig Ruhe ist noch nicht drinnen“

Feuerwehr meldet kleinere Brände und Explosionen im Berliner Grunewald

Polizei- und Feuerwehrautos stehen in der Nähe der Brandstelle am Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald (Symbolbild)

Polizei- und Feuerwehrautos stehen in der Nähe der Brandstelle am Sprengplatz der Berliner Polizei im Grunewald (Symbolbild)

Berlin. Auch am sechsten Tag des Brandes auf dem Sprengplatz im Berliner Grunewald ist die Lage noch gefährlich. Die Autobahn Avus, die etwa 500 Meter vom Sprengplatz entfernt ist, sollte voraussichtlich den ganzen Dienstag weiter gesperrt bleiben, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Das eigentliche Sprenggelände wird weiterhin nicht betreten. „Es ist noch zu gefährlich und es geht nur mühsam voran.“ Nur mit einem Löschpanzer und Löschrobotern kühlt die Feuerwehr den Boden und die durch die Explosionen verstreute Munition und einige alte Weltkriegsbomben.

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In der Nacht zum Dienstag wurden am Rande des Sperrgebietes wieder kleinere Brände gesichtet und kleinere Explosionen gehört. „Die Lage ist noch dynamisch“, sagte ein Sprecher. Immer wieder würden Glutnester aufflammen. Die Feuerwehrleute löschten die Brände vom Rand des 550-Meter-Sperrkreises aus.

Temperaturen auf 60 Grad Celsius gesunken

Am Montagabend lagen die Temperaturen nach Angaben der Feuerwehr auf dem Sprengplatz bei unter 60 Grad Celsius - am Morgen zuvor waren noch Werte von 140 Grad registriert worden.

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Am Dienstag war das Gelände schon deutlich kühler als am Montagmorgen. Aber einzelne Stellen seien immer noch sehr warm, hieß es. Wenn die Temperaturen dauerhaft unter 60 Grad bleiben würden, sei es möglich, den Sperrkreis zu verringern, sagte der Sprecher. Dann sei auch eine Freigabe der Autobahn möglich.

Bewässerung „sehr aufwendig und kompliziert“

Die Bewässerung des Sprenggeländes, auf dem die Polizei tonnenweise alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper lagert, gestaltet sich dem Sprecher zufolge weiterhin als „sehr aufwendig und kompliziert“. Die Feuerwehrleute können das Gebiet nicht betreten, sondern sind mit Löschrobotern und umgebauten Panzern im Einsatz.

Auf dem Sprenggelände hatte die Polizei 30 Tonnen alte Granaten, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper gelagert. Das Feuer war in der Nacht zum Donnerstag nach bisherigen Erkenntnissen auf dem Sprengplatz ausgebrochen. Die Ursache ist noch nicht bekannt.

Unklar ist, wann die Brandermittler vom Landeskriminalamt (LKA) auf das Gelände können, um zu untersuchen, ob es sich um Brandstiftung handeln könnte. Die Feuerwehr rechnet damit, dass das Löschen und Kühlen noch einige Tage dauert. Danach muss das Gelände gesichert und die Sprengstoff- und Munitionsreste entfernt werden.

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RND/dpa

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