Antibiotika sollen jungen Braunbären in Polen retten

Ein Braunbär gähnt in einem Wald (Symbolbild).

Ein Braunbär gähnt in einem Wald (Symbolbild).

Warschau. Polnische Tierärzte kämpfen um das Leben eines jungen Braunbären, der erschöpft in den verschneiten Wäldern im Südosten des Landes gefunden wurde. Bei dem Jungtier wurde eine Anaplasmose diagnostiziert, die mit Antibiotika behandelt werden soll. Die gefährliche Krankheit hat die Lungen des Bären befallen und ist vermutlich auch für fortgeschrittene neurologische Symptome wie ständiges Kopfschütteln verantwortlich.

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Der „Ada“ genannte Bär erhalte zwei Mal täglich Antibiotika, erklärte Tierarzt Radoslaw Fedaczynski am Dienstag in einem Video, das auf der Facebook-Seite seines Veterinärzentrums gepostet wurde. Es bestehe die Hoffnung auf vollständige Genesung.

Zustand bleibt weiter ernst

Zuvor hatte der stellvertretende Leiter des Zentrums in der Stadt Przemysl der Nachrichtenagentur AP gesagt, es sei ein gutes Zeichen, dass Ada einen guten Appetit entwickelt habe, nachdem er medizinisch versorgt und in einer warmen Hütte unterbracht worden sei. Sein Zustand sei aber ernst, sagte Jakub Kotowicz, bevor die Diagnose gestellt worden war.

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Braunbären in Polen unter strengem Schutz

Das vermutlich im Frühjahr 2021 geborene Jungtier war am Montag von einem Förster alleine im Schnee nahe einem Bach entdeckt worden. In der Nähe fanden sich Wolfsspuren und einige Blutflecken, aber kein Hinweis auf die Mutter.

Die örtliche Forstbehörde entschied, dass der Bär gefangen werden und ins Zentrum für die Genesung geschützter Tiere in Przemysl gebracht werden sollte. Ziel sei, das Jungtier letztlich wieder auszuwildern, sagte ein Sprecher der örtlichen Förster, Maciej Szpiech. Braunbären stehen in Polen unter strengem Schutz. Ihre Zahl wird mit höchstens 100 angegeben.

RND/AP

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