Ermittlungen in Brasilien

Weitere Festnahme nach Tötung von Amazonas-Experten und „Guardian“-Journalisten

Polizisten tragen den Sarg eines der Getöteten. (Archivfoto)

Polizisten tragen den Sarg eines der Getöteten. (Archivfoto)

Rio de Janeiro. Die brasilianische Polizei hat einen Mann wegen möglicher Verbindungen zu illegaler Fischerei in dem Gebiet der Tötung des Indigenen-Experten Bruno Araújo Pereira und des britischen Journalisten Dom Phillips festgenommen. Der Mann war nach Behördenangaben am Donnerstag wegen der Vorlage gefälschter Dokumente festgenommen worden. Es werde ermittelt, ob er Verbindungen zu illegaler Fischerei im Vale do Javari habe, dem zweitgrößten indigenen Territorium Brasiliens, erklärte die Bundespolizei am Freitag.

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Es handelte sich um die vierte Festnahme seit Beginn der Ermittlungen zur Tötung Pereiras und Phillips vor etwas mehr als einem Monat. Die Polizei erklärte bei einer Pressekonferenz am Freitag, die Ermittlungen dauerten an. Das Ziel sei, herauszufinden „ob mehr Menschen beteiligt sind.“

Leichen wurden Anfang Juni gefunden

In dem Gebiet gibt es seit langem einen Konflikt zwischen indigenen Stämmen und armen Fischern, die angeheuert wurden, um im Vale do Javari Arapaima, die zu den größten Süßwasserfischen der Welt gehören, Schildkröten und Wild zu fangen. Der 41-jährige Pereira, der im Dienst der brasilianischen Behörde für indigene Angelegenheiten stand, hatte dieses Eindringen seit Jahren bekämpft und war mehrfach bedroht worden. Der 57-jährige Phillips reiste mit ihm und recherchierte für ein Buch über die Erhaltung des Amazonasregenwalds.

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Ihre Leichen wurden im Juni gefunden, nachdem ein Verdächtiger die Tötung der Beiden gestanden hatte. Er führte die Polizei zu ihren Überresten. Auch der Bruder des Mannes, ebenfalls ein Fischer, wurde festgenommen, ebenso ein weiterer Fischer. Der Fall war in dieser Woche einem Bundesrichter übergeben worden.

RND/AP

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