Abrechnungsbetrug bei Testzentren: 94 Ermittlungsverfahren eingeleitet

Betreiber von Testzentren sollen nicht korrekt abgerechnet haben – nun laufen 94 Ermittlungsverfahren (Symbolbild).

Betreiber von Testzentren sollen nicht korrekt abgerechnet haben – nun laufen 94 Ermittlungsverfahren (Symbolbild).

Einmal die Woche kann sich jede und jeder mittels eines kostenlosen Antigen-Schnelltests in einem Testzentrum auf das Coronavirus testen lassen. Dafür bekamen Betreiber bis Juli eine Vergütung von 18 Euro pro Test. Angesichts dieser hohen Gewinnmage soll es vermehrt Fälle von Abrechnungsbetrug geben. Aktuell würden 94 Ermittlungsverfahren gegen Betreiber von Testzentren laufen, wie die „Tagesschau“ berichtet. Die Dunkelziffer werde aber noch viel höher angesetzt, da Sachsen-Anhalt, Niedersachsen oder Hamburg keine vollständigen Informationen herausgäben.

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Eine der bekanntesten Fälle ist das Unternehmen Medi Can in Bochum. Der Eigentümer Oguzhan C. und sein Sohn, der Geschäftsführer war, sollen mehr als zehn Millionen Euro Schaden verursacht haben. Seit Juni habe Oguzhans Zentrum den Betrieb eingestellt, der Sohn sei mittlerweile aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Allein Berlin prüft flächendeckend

In Berlin-Neukölln fielen laut „Tagesschau“ Unregelmäßigkeiten auf, daraufhin überprüften die Ermittler 400 Teststellen. Der anfängliche Verdacht habe sich jedoch nicht bestätigt, dafür gingen ihnen aber mehr als 60 mutmaßliche Abrechnungsbetrüge ins Netz. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt.

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Neue Corona-Verordnung soll Schlupfloch schließen

Bundesminister Spahn verspricht sich laut „Tagesschau“ von der neuen Corona-Test-Verordnung, dass es Abrechnungsbetrüger jetzt schwerer haben. Seit dem 1. Juli müssen Bürgertestungen nun gesondert angegeben werden und auch die Vergütung pro durchgeführtem Test beträgt für Impfzentren statt vorher 18 Euro, nun 11,50 Euro. Eine Überprüfung gestalte sich schwierig, da erst seit Juli die Bürgertestungen überhaupt erfasst würden, so das Gesundheitsministerium.

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