150 Stellen in Gefahr

Zukunft von MAN Plauen: Oberbügermeister schreibt an Vorstand

Mit mehreren Briefen hat sich Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer für den Erhalt des Plauener Standortes des Fahrzeugbauers MAN eingesetzt. (Symbolbild)

Mit mehreren Briefen hat sich Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer für den Erhalt des Plauener Standortes des Fahrzeugbauers MAN eingesetzt. (Symbolbild)

Dresden. Mit mehreren Briefen hat sich Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer für den Erhalt des Plauener Standortes des Fahrzeugbauers MAN eingesetzt. Wie die Stadt am Montag mitteilte, wandte sich der FDP-Politiker etwa an den Konzernvorstand und erinnerte an die Schließungspläne von 2014. „Damals wurde zugesagt, den Standort Plauen mit 147 Arbeitsplätzen und den vier Geschäftsfeldern Bus-Modifikationszentrum, Bereich Sanierung - Recycling - Rückbau, Lackiercenter und Komponentenfertigung in Plauen zu etablieren und langfristig auszubauen“, so Oberdorfer. Er forderte das Versprechen auch in Zukunft zu halten. Eine Schließung hätte für Plauen und das Vogtland „weitreichende negative Folgen.“

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Zudem wandte sich Oberdorfer mit der Bitte um Unterstützung unter anderem an Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und den Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz. Er rief dazu auf, den Weg der Elektromobilität und der Spezialisierung auf individuelle Kundenwünsche am Standort weiterzugehen.

Tausende Stellen in Deutschland in Gefahr

MAN hatte Ende der vergangenen Woche angekündigt, unter anderem in Deutschland bei MAN Truck & Bus Tausende Stellen zu streichen. Betroffen könnte auch der Standort in Plauen sein. Plauen hat eine mehr als 100-jährige Tradition im Busbau. Los ging es 1919 durch die vogtländische Maschinenfabrik AG (VOMAG). Später folgte die Marke Neoplan. Nach deren Schließung im Jahr 2015 übernahm MAN die Führung.

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Heute hat sich das MAN Bus Modification Center (BMC) mit 150 Beschäftigten mit Einzel- und Spezialaufträgen einen guten Ruf erworben. Um für die Zukunft gut aufgestellt zu sein, hatten die Plauener den Fokus auf die Elektromobilität gelegt, etwa auf den Ausbau von Elektrobussen und vollelektrischen Kleintransportern.

Ende einer Tradition: „Das wäre fatal“

Über die Zukunft des Plauener Standortes soll nach dem Willen der Linksfraktion am Dienstag zudem im Wirtschaftsausschuss des Landestages diskutiert werden. „Die Überlegungen von MAN, den Plauener Standort zu schließen, wären das Ende einer langen Tradition. Das wäre fatal“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Nico Brünler.

Der Wandel hin zur Elektromobilität habe große Unsicherheit bei vielen Zulieferern und deren Beschäftigten ausgelöst. „Diese Unsicherheit erhält nun neue Nahrung“. Gemeinsam mit dem Betriebsrat wolle die Linke gegen die Schließungspläne kämpfen, sie appellierte zudem an die Regierung, sich für den Standort einzusetzen.

Von RND/dpa

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