Bundestagswahl

Wahlbeteiligung in Sachsen etwas geringer als 2017

Zwei Wählerinnen fahren mit dem Fahrrad zum Wahllokal (Symbolbild).

Zwei Wählerinnen fahren mit dem Fahrrad zum Wahllokal (Symbolbild).

Dresden. Die Bundestagswahl ist an diesem Sonntag etwas verhaltener angelaufen als vor vier Jahren: Die vorläufige Wahlbeteiligung im Freistaat Sachsen lag um 12 Uhr bei 25,9 Prozent, um 14 Uhr bei 36,4 Prozent. Das teilte der Landeswahlleiter Martin Richter mit. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten bis zum Mittag 27,1 Prozent der Stimmberechtigten ihre Kreuzchen gesetzt, bis 14 Uhr waren es 39,3 Prozent.

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Die Briefwahlquote schätzt die Landeswahlstelle auf 25,1 Prozent. Vor vier Jahren hatten 15,9 Prozent der Wahlberechtigten per Briefwahl abgestimmt.

Ministerpräsident Kretschmer ruft zur Wahl auf

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Menschen aufgefordert, ihr Wahlrecht zu nutzen. Der Freistaat brauche im nationalen Parlament tatkräftige Abgeordnete, die sich für die sächsischen Interessen einsetzten, sagte er am Sonntagmorgen vor dem Urnengang in seinem Wahllokal in Dresden. „Wir haben bei dieser Wahl auch die Möglichkeit, dem Zeitgeist etwas entgegenzusetzen, der Freude am Zerstören hat.“ Es gehe darum, zu gestalten und etwas aufzubauen, „das ist die sächsische Erfolgsgeschichte seit 30 Jahren“. Und auch für Sachsens Einfluss in der Bundesrepublik Deutschland sei es wichtig, „wie stark wir im Bundestag vertreten sind“.

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Rund 3,3 Millionen Sachsen wahlberechtigt

Seit 8 Uhr haben auch in Sachsen die Wahllokale geöffnet – bis 18 Uhr. In 16 sächsischen Wahlkreisen sind rund 3,3 Millionen Menschen zur Abstimmung über den neuen Deutschen Bundestag aufgerufen, viele haben das bereits vorab per Briefwahl getan. Etwa 126 000 Wahlberechtigte dürfen das erste Mal teilnehmen. Wegen der Corona-Pandemie müssen im Wahllokal Masken getragen werden, die 3G-Regel wird allerdings ausgesetzt. Damit erhalten auch Menschen einen Zutritt, die nicht genesen, geimpft oder getestet sind. Auf die Kontaktnachverfolgung wird verzichtet.

22 Parteien, 190 Direktkandidaten

In diesem Jahr sind im Freistaat 22 Parteien zur Wahl zugelassen. Die Wahl der Landeslisten erfolgt über die Zweitstimme, die Erststimme entscheidet über die Direktmandate in den Wahlkreisen. Über die Landeslisten bewerben sich 235 Frauen und Männer und 190 um ein Direktmandat. 117 Personen treten auf Landeslisten und als Direktkandidat an.

2017 hatte sich die AfD ganz knapp gegen die in Sachsen erfolgsverwöhnte Union durchsetzen können. Die AfD bekam damals 27 Prozent der Zweitstimmen, die CDU 26,9 Prozent. Dahinter rangierten die Linken (16,1 Prozent), die SPD (10,5), die FDP (8,2) und die Grünen (4,6). Die Wahlbeteiligung lag bei 74,4 Prozent.

Von ttr/dpa

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