Anteil nur bei 15 bis 25 Prozent

Tafeln in Sachsen haben keine Beschränkungen für Flüchtlinge

Ausgabe von Nahrungsmitteln  bei der "Tafel" (Archivbild)

Ausgabe von Nahrungsmitteln bei der "Tafel" (Archivbild)

Bei den sächsischen Tafeln für Bedürftige müssen Flüchtlinge keine Einschränkungen befürchten. „Der Anteil von Migranten liegt bei uns zwischen 15 und 25 Prozent“, erklärte Tafel- Landeschef Joachim Rolke am Freitag auf Anfrage. Damit sei das schon zahlenmäßig kein Problem. Rolke reagierte damit auf eine Entscheidung der Tafel in Essen, die schon seit Mitte Januar keine neuen Ausländer mehr annimmt, weil deren Anteil inzwischen bei 75 Prozent liegt und sich Frauen in der Warteschlange abgeschreckt fühlen.

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Negative Erscheinungen wie mangelnder Respekt vor Frauen seien ihm in Sachsen schon lange nicht mehr zu Ohren gekommen, sagte Rolke. Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 habe es so etwas aber durchaus gegeben. Das habe sich inzwischen aber gelegt.

Die Entscheidung der Essener Tafel stieß am Freitag bundesweit auf Kritik und Unverständnis. Nach den Grundsätzen des Dachverbandes „Tafel Deutschland e.V.“ sei die Hilfe der gemeinnützigen Essensausgaben für alle gedacht, die dieser Unterstützung bedürften, sagte die Vorsitzende der Berliner Tafel, Sabine Werth. Ähnlich äußerten sich andere Landesverbände der Tafeln, etwa in Niedersachsen, Bremen und Hessen.

dpa

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