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Bilanz nach „Friederike“ und „Fabienne“

Stürme dezimieren Sachsens Wälder – Holzschlag neunmal höher

Sächsischer Wald an der Bundesstraße 95 bei Rötha. (Archivfoto)

Sächsischer Wald an der Bundesstraße 95 bei Rötha. (Archivfoto)

Leipzig.Stürme und Insekten haben dem Wald in Sachsen zuletzt kräftig zugesetzt. Insbesondere die beiden Sturmtiefs „Friederike“ im Januar 2018 und „Fabienne“ im September 2018 haben große Teile des sächsischen Waldes schwer beschädigt, erklärte Bert Dörffel vom Statistischen Landesamt am Mittwoch.

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In der Folge hätten mehr als 1,7 Millionen Kubikmeter Holz geschlagen werden müssen. Das sei neunmal soviel, wie sonst üblich. Zum Vergleich: 2017 mussten nur 149.000 Kubikmeter Wald im Freistaat gerodet werden.

Auch Insekten sind ein Problem

Neben den Sturmschäden gab es weitere Faktoren, die sich negativ auf den Wald im Freistaat ausgewirkt hätten. „Der Holzeinschlag auf Grund von Insektenschäden lag bei 14 Prozent der Schadholzmenge. Dies war mit rund 235.500 Kubikmeter der höchste Wert der letzten 20 Jahre“, so Dörffel weiter.

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Ein überwiegender Teil der Schaden sei an Nadelbäumen aufgetreten, die mehr zwei Drittel des gesamten Waldbestands im Freistaat ausmachen. Insgesamt ist nur noch etwa jeder dritte sächsische Baum ohne Schäden, im Jahr 2017 lag der unbeschädigte Anteil noch bei 42 Prozent.

Nur knapp ein Drittel ist bewaldet

Die häufigsten Baumarten in Sachsens Wäldern sind Fichte und Kiefer, bei den deutlich seltener vorkommenen Laubbäumen dominieren Birken, Eichen und Buchen. Insgesamt ist Sachsen zu 28 Prozent bewaldet und zählt damit zu den eher waldärmeren Regionen des Landes.

Den größten Waldbestand gibt es mit gut 88.000 Hektar im auch flächenmäßig größten sächsischen Landkreis Bautzen, gefolgt vom Erzgebirgskreis (85.000 Hektar Wald) und dem Landkreis Görlitz (74.000 Hektar Wald). Der größte Teil des sächsischen Waldes ist in Privatbesitz – etwa die Hälfte aller Bäume.

Von Matthias Puppe

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