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Mit und ohne Termin

Start für Corona-Impfungen ab 12 in Sachsens Impfzentren – so sollen sie ablaufen

Eine Jugendliche wird in einem Impfzentrum geimpft, während ihre Mutter ihr die Hand hält.

Eine Jugendliche wird in einem Impfzentrum geimpft, während ihre Mutter ihr die Hand hält.

Dresden/Leipzig. Sachsen weitet die Impfangebote für Kinder und Jugendliche aus. Ab 12-Jährige können sich von Montag an in den sächsischen Impfzentren mit oder ohne Termin impfen lassen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Bisher war die Corona-Schutzimpfung in den sächsischen Impfzentren erst ab 14 Jahren möglich. Zudem laufen die Vorbereitungen für die Auffrischungsimpfungen im Herbst. Dafür erfolgt derzeit eine Bestandsaufnahme und eine Abfrage in den Pflegeeinrichtungen über den entsprechenden Bedarf.

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Impfung nach ärztlicher Aufklärung, auch der Eltern

Konnten sich ab 12-Jährige bisher nur beim Kinder- und Hausarzt einen Piks gegen das Coronavirus verabreichen lassen, ist das ab Montag auch in den Impfzentren möglich – mit und ohne Termin. Hintergrund der Änderung ist die neue Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (Siko), die grundsätzlich allen Kindern ab 12 Jahren eine Impfung gegen das Coronavirus empfiehlt. Zudem hatte die Gesundheitsministerkonferenz eine Ausweitung des Impfangebotes für Jüngere beschlossen.

Eine ärztliche Aufklärung – auch der Eltern – werde sichergestellt, so das Gesundheitsministerium. Zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz sind spezielle Familien-Impftage geplant. Für eine Impfung von 12- bis 15-Jährigen müssen beide Sorgeberechtigten zustimmen, ein Elternteil muss zudem bei der Impfung dabei sein.

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Sachsen ist mit einer Quote von 48,4 Prozent (Stand Freitag) bei den vollständig Geimpften weiterhin Schlusslicht im bundesweiten Vergleich. In allen anderen Bundesländern sind mindestens 50 Prozent und mehr komplett geimpft. Auch bei den 12- bis 17-Jährigen liegt Sachsen mit 10,6 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt von 11,5 Prozent.

Vorbereitungen für dritte Corona-Impfung läuft

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für eine dritte Corona-Impfung von Älteren im Herbst. Dafür werden die Pflegeheime unter anderem gefragt, wie viele Bewohner vollständig geimpft sind, welche Hausärzte zuständig sind und das Impfen übernehmen könnten. Bis Ende September sind die Impfzentren noch in Betrieb sowie 30 mobile Impfteams im Einsatz. Für die Zeit ab Oktober feilt das Gesundheitsministerium derzeit an einem Konzept. Die mobilen Teams sollen dann weiter eine Rolle spielen. Weitere Details seien noch in der Abstimmung.

Mehr zum Thema: Sachsen plant Corona-Impfungen an Schulen

Die Gesundheitsministerkonferenz hatte am Montag beschlossen, dass Ältere, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Pflegebedürftige ab September Auffrischimpfungen – sogenannte Booster – gegen das Coronavirus erhalten sollen.

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Inwiefern Krankenhäuser bereits mit der Booster-Impfung von Mitarbeitern begonnen haben, darüber hat das Gesundheitsministerium nach eigener Darstellung keinen Überblick. Die Berliner Charité hat in dieser Woche damit begonnen, Mitarbeiter ein drittes Mal gegen das Coronavirus zu impfen. Am Universitätsklinikum Dresden laufen derzeit Vorbereitungen für eine Auffrischung, ein konkreter Zeitplan steht aber noch nicht fest. Auch das Universitätsklinikum Leipzig steht in den Startlöchern. Sobald es offizielle Empfehlungen für Auffrischungsimpfungen gebe, könnten diese umgesetzt werden, hieß es. Oberste Priorität hätten dabei die Beschäftigten in Risikobereichen. Am Klinikum Chemnitz werden derzeit nur Erst- und Zweitimpfungen für die Mitarbeiter angeboten.

Kretschmer will Nicht-Geimpfte von Events ausschließen

Unterdessen macht sich Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) vor dem Treffen der Länderchefs am Dienstag bei steigenden Inzidenzen für mehr Freiheiten von Geimpften stark. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz will Sachsen die Haltung vertreten, "dass bei zunehmenden Infektionen und zunehmender Belegung der Krankenhäuser große Sport- und Kulturveranstaltungen nur von geimpften und genesenen Menschen besucht werden können", erklärte Kretschmer. Impfungen seien das beste Mittel, um einen Lockdown zu vermeiden. "Wir haben jetzt genug Impfstoff, aber noch keine ausreichende Impfquote erreicht, um ein erneutes Aufflammen der Pandemie zu verhindern." Der Regierungschef geht davon aus, dass es bei einer vierten Welle vor allem Nicht-Geimpfte von Infektionen betroffen sind.

Von LVZ

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