Wird es wieder „relativ ruhig“?

Silvester in Sachsen: Polizei will Böllerverbot konsequent durchsetzen

Leipzig: Polizisten und ein Rettungssanitäter stehen in der Silvesternacht 2020/21 an einer Kreuzung. Auch in diesem Jahr will die Polizei das in Sachsen verhängte Böllerverbot auf öffentlichen Plätzen konsequent durchsetzen.

Leipzig: Polizisten und ein Rettungssanitäter stehen in der Silvesternacht 2020/21 an einer Kreuzung. Auch in diesem Jahr will die Polizei das in Sachsen verhängte Böllerverbot auf öffentlichen Plätzen konsequent durchsetzen.

Dresden. Es ist Silvester und keiner darf groß feiern: Die Polizei will das in Sachsen verhängte Böllerverbot auf öffentlichen Plätzen konsequent durchsetzen. Wie schon im vergangenen Jahr werde sich die Polizei anlässlich des Jahreswechsels auf die Durchsetzung bestehender Beschränkungen und Verbote vorbereiten, teilte die Stabsstelle Kommunikation der Polizei beim Innenministerium bei einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Vor allem sollen unzulässige Menschenansammlungen vermieden und das Verbot zum Abbrennen von Feuerwerk durchgesetzt werden.

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Die Verwaltungen der großen Städte feilen derweil noch an ihren Strategien für die Silvesternacht. Dazu müssten unter anderem noch Absprachen mit der Polizei getroffen werden, hieß es in Chemnitz. Die Knallerei im öffentlichen Raum durch einige Uneinsichtige flächendeckend zu unterbinden, sei nicht leistbar, sagte ein Sprecher der Stadt Leipzig.

Wie beim vergangenen Jahreswechsel: Keine Knallerei wegen Corona

Die Regierung hat in ihrer Corona-Notfallverordnung Feiern auf öffentlichen Plätzen, in Anlagen oder an sonstigen öffentlichen Orten unter freiem Himmel zu Silvester und Neujahr untersagt. Menschen dürfen keine Feuerwerkskörper bei sich haben oder abbrennen.

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Auch im vergangenen Jahr gab es wegen der Corona-Pandemie ein solches Verbot. Die Polizei berichtete damals von einem „relativ ruhigen“ Silvester. Allerdings hielten sich nicht überall alle an das Böllerverbot. Trotz des Verbots flogen in den Städten Feuerwerksraketen in den Himmel, gab es Knallereien - wenn auch deutlich weniger als in den Jahren zuvor.

Mit dem neuerlichen Verkaufsverbot von Pyrotechnik steht auch die traditionsreiche Herstellung von Feuerwerk in Freiberg am Jahresende endgültig vor dem Aus. "Ausschlaggebend war jedoch schon das vorangegangene Jahr", sagte der stellvertretende Unternehmenssprecher Andreas Kritzler. Im Sommer wurden die Schließungsabsichten des Pyrotechnik-Herstellers Weco mit Sitz im nordrhein-westfälischen Eitorf bekannt. Nach dem Verkaufsverbot von Feuerwerk Ende vergangenen Jahres wurde in Freiberg kaum mehr Feuerwerk produziert. Die Lager waren mit Böllern und Raketen voll. Die verbliebenen 69 Mitarbeiter sollen von einer Transfergesellschaft übernommen werden.

Vorkehrungen gegen Sachbeschädigung in Leipzig

Die Verkehrsbetriebe in Chemnitz und Leipzig bereiten sich trotz des Böllerverbots auf die Silvesternacht vor und sichern ihre Fahrkartenautomaten gegen die Beschädigung durch Feuerwerk. Die Ticketautomaten im Stadtgebiet würden über den Jahreswechsel verschlossen, hieß es bei den Leipziger Verkehrsbetrieben. Den Kunden werde ein Neujahrsticket angeboten. „Aufgrund zunehmender Zerstörung durch unsachgemäße Benutzung von Feuerwerkskörpern werden auch wir dieses Jahr unsere Ticketautomaten ab dem 28. Dezember schrittweise trotz geltender Einschränkungen abschalten und verriegeln“, sagte die Sprecherin der Chemnitzer Verkehrs-AG, Juliane Kirste.

Die Dresdner Verkehrsbetriebe verzichten hingegen auf solche Vorkehrungen. „Wir haben in den letzten Jahren nie unsere Automaten verschlossen. Das werden wir auch in diesem Jahr nicht tun“, sagte deren Sprecher Falk Lösch. „Zwar hatten wir immer mal Schäden, aber im Sinne unserer Kunden haben wir den Verkauf ermöglicht.“

Von RND7dpa

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