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Präventionsprojekt der Barmer-Krankenkasse

Schwungvoll: Spielkonsolen für Sachsens Seniorenresidenzen

Eine MemoreBox im Einsatz in einer Hamburger Senioreneinrichtung.

Eine MemoreBox im Einsatz in einer Hamburger Senioreneinrichtung.

Leipzig. Spielkonsolen mit Bewegungssensoren sind seit Jahren in Familien- und Freundeskreisen ein Renner. Nun sollen jene auch in Sachsens Seniorenresidenzen für mehr Schwung und Lebensqualität sorgen. Im Rahmen eines landesweiten Projekts der Barmer-Krankenkasse werden sogenannte MemoreBoxen an stationäre Pflegeeinrichtungen im Freistaat verteilt. Zum Start der Aktion am Freitag in der AlexA-Seniorenresidenz in Dresden gehörte auch Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU) zu den Spielenden. „Es handelt sich um ein innovatives Vorhaben, das unter anderem dazu beiträgt, Menschen in Pflegeeinrichtungen ein Leben in einer angenehmen Atmosphäre und in Wertschätzung zu ermöglichen“, sagte die Ministerin.

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Entwickelt wurde die MemoreBox vom Hamburger StartUp RetroBrain. Ähnlich wie eine Nintendo WII oder Microsofts Xbox-Erweiterung Kinect werden diese Konsolen an einen Fernseher angeschlossen und bieten dann mehrere Bewegungsspiele zu Auswahl, die frei im Raum gespielt werden und gänzlich ohne Hilfsmittel auskommen. In diesem Fall sind das virtuelles Kegeln, Tischtennis, eine Sonntagsausfahrt mit dem digitalen Moped oder ein Einsatz als Briefträger. Beim Spielen kommt es auf Gleichgewicht, Bewegungs- und Koordinationsfähigkeit an. „Wir wollten Senioren und Senioren in die Lage versetzen, gemeinsam Spaß zu haben und sich dabei ‚ganz nebenbei‘ gesund zu halten“, erklärte RetroBrain-Gründer Manouchehr Shamsrizi.

Bewohner der Dresdner Seniorenresidenz AlexA testeten am Freitag die neue Spielkonsole.

Bewohner der Dresdner Seniorenresidenz AlexA testeten am Freitag die neue Spielkonsole.

Vor dem Einsatz in Sachsen sei die MemoreBox bereits über mehrere Jahre in Hamburger und Berliner Senioreneinrichtungen getestet worden. Begleitende Studien der Humboldt-Universität hätten gezeigt, dass bei den Spielenden Stand- und Gangsicherheit gestärkt, Motorik, Ausdauer und Koordination verbessert sowie durch die gemeinsamen Aktivitäten auch soziale Bindungen und Kommunikation angekurbelt werden, teilte die Barmer mit. Diese guten Ergebnisse seien letztlich der Grund gewesen, das digitale Gesundheitstraining bundesweit auszurollen, so Landesgeschäftsführer Fabian Magerl.

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Neben der AlexA-Seniorenresidenz in Dresden sollen künftig auch Einrichtungen der Tagespflege Löwenherz, des Aktivita Pflegeteams, der Leipziger Volkssolidarität und andere sächsische Pflegeheime mit Spielkonsolen ausgestattet werden.

Von Matthias Puppe

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