Digitale Bedrohung

Schwere Sicherheitslücke: Sachsen prüft Verwaltungssoftware

Durch eine schwere Sicherheitslücke sind offenbar Milliarden Rechner weltweit potenziell angreifbar. (Symbolbild)

Durch eine schwere Sicherheitslücke sind offenbar Milliarden Rechner weltweit potenziell angreifbar. (Symbolbild)

Dresden. Das Land Sachsen lässt nach einer Sicherheitswarnung der deutschen IT-Sicherheitsbehörde BSI ihre Verwaltungssoftware auf eine schwere Sicherheitslücke prüfen. Erste Updates seien durch die Hersteller bereits verteilt worden, teilte die Staatskanzlei auf Anfrage mit. Jedoch hätten auch Anwendungen vorübergehend deaktiviert werden müssen.

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Auch einige Online-Angebote für Bürgerinnen und Bürger müssten kurzzeitig eingeschränkt werden. Um welche es sich dabei handelt, ließ die Staatskanzlei offen. Bisher noch nicht von Einschränkungen betroffen seien gesetzliche Leistungen.

Angreifer könnten Schadsoftware einschleusen

Für eine abschließende Einschätzung der Bedrohungslage für die digitalen Angebote im Freistaat sei es laut Staatskanzlei noch zu früh. Das BSI warnt derzeit auf der Bedrohungsstufe 4 (“Sehr hoch“) vor der „Log4Shell“ genannten Sicherheitslücke, da sie eventuell weltweit mehrere Milliarden Computer verwundbar machen könne.

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Die Schwachstelle ist in einer sogenannten Programm-Bibliothek entdeckt worden. Dabei handelt es sich um Software, die zur Umsetzung bestimmter Funktionen in andere Produkte eingebunden wird. Laut BSI ermöglicht die Sicherheitslücke Angreifern, Schadsoftware auf die betroffenen Systeme zu schleusen und somit etwa darauf abgespeicherte Daten abzurufen.

Von RND/dpa

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