Putins Krieg

Sächsische Sozialverbände helfen mit Konvoi und direkter Unterstützung in der Ukraine

Hilfsgüter des DRK-Konvois am Flughafen Schönefeld: Seit Dienstag werden die Sachen in einem Konvoi nach Polen gebracht. Immer mehr Geflüchtete versammeln sich an der ukrainischen Grenze.  

Hilfsgüter des DRK-Konvois am Flughafen Schönefeld: Seit Dienstag werden die Sachen in einem Konvoi nach Polen gebracht. Immer mehr Geflüchtete versammeln sich an der ukrainischen Grenze.

Leipzig. Der russische Krieg gegen die Ukraine hat in Sachsen zu einer enormen Hilfsbereitschaft geführt. Ein Teil der Unterstützung wird auch von den Sozialverbänden im Freistaat organisiert. Mitarbeitende des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) aus dem Freistaat fahren beispielsweise aktuell einen Hilfskonvoi ins polnische Lubmin, um dort in den kommenden Tagen ein Lager für ankommende Geflüchtete aus den ukrainischen Kriegsgebieten aufbauen zu können.

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Der 88 Tonnen umfassende Transport beinhaltet unter anderem 3280 Feldbetten, 4680 Isomatten und mehr als 750 Hygienepakete – die jeweils für die Versorgung eines fünfköpfiges Haushaltes ausgelegt sind, hieß es. „Der Konvoi ist gestern Abend hier in Lubmin angekommen und es wurde sofort angefangen, auszuladen“, sagte Kai Kranich vom DRK Sachsen am Donnerstag gegenüber der LVZ. Zusammen mit den polnischen Kollegen werde nun eine Art Zentralstation aufgebaut, über die in den kommenden Tag die Hilfe koordiniert werde.

Seit Wochenbeginn unterstützt das DRK die polnische Schwestergesellschaft zudem mit Nothilfeexperten beim Aufbau eines Logistikzentrums. Von diesem werden auch Hilfstransporte direkt in die Ukraine hinein rollen können.

DRK-Mitarbeitende auch in der Ukraine aktiv

Wie DRK-Generalsekretär Christian Reuter erklärte, will der Sozialverband nun eine stete Versorgungslinie über Polen in die Ukraine hinein aufbauen. „Wir sind nach wie vor in der Ukraine vor Ort“, so Reuter. Gleichzeitig werde auch das Engagement in den Nachbarstaaten des attackieren Landes intensiviert.

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Die Malteser in Sachsen und Südbrandenburg bauen ihre Hilfe auf den bestehenden Strukturen auf. „Beispielsweise wird aktuell in Dresden die Sammlung der örtlichen Pfarrgemeinde logistisch unterstützt, in Cottbus wird gemeinsam mit der örtlichen Caritas für einen Hilfstransport gesammelt, in Görlitz wird die Sammlung der örtlichen Pfarrgemeinde ,Heiliger Wenzel’“ unterstützt und in Annaberg-Buchholz hilft die Malteser Tafel mit haltbaren Lebensmitteln lokalen Hilfstransporten“, so Sprecherin Wiebke Waltemathe.

Verbände bitten um finanzielle Unterstützung

Von Sachspenden, wie Kleidung und Nahrungsmitteln, raten die Malteser aktuell ab. „Geldspenden sind der effektivste und schnellste Weg, Menschen in Not in der Ukraine und an der Grenze zu helfen. Die Malteser sind dort seit 30 Jahren aktiv. Sie kennen das Land, wissen, was Menschen in Not dort benötigen“, so Waltemathe.

Laut Diakonie Sachsen seien Mitarbeitende der Katastrophenhilfe bereits in Polen und in Rumänien aktiv, um sich den Geflüchteten anzunehmen, die es über die Grenze schaffen. Obgleich es zuletzt beispielsweise auch vom Berufsbildungswerk Sammlungen von Sachspenden gegeben habe, rät auch die Diakonie inzwischen, sich lieber anderweitig zu engagieren. „ Die Hilfe für Flüchtlinge in den Nachbarländern der Ukraine mit Geld zu unterstützen, ist im Moment das Beste, was wir tun können und daher bitten wir im Namen der Diakonie-Katastrophenhilfe und deren Parteiorganisationen vor Ort weiter um Geldspenden“, so Sprecherin Sigrid Winkler-Schwarz.

Mehr zu den Spendenmöglichkeiten:

Deutsches Rotes KreuzIBAN: DE63370205000005023307BIC: BFSWDE33XXXStichwort: Nothilfe Ukraine

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Malteser Hilfsdienst e. V.IBAN: DE10 3706 0120 1201 2000 12S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7Stichwort: "Ukraine-Hilfe"

Diakonie Sachsen www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende/ukraine

Von Matthias Puppe

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