Eindämmung der Tierkrankheit

Sachsen will wegen Schweinepest bis zu 1200 Wildschweine abschießen

Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sollen in Ostsachsen bis zu 1200 Wildschweine abgeschossen werden.

Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sollen in Ostsachsen bis zu 1200 Wildschweine abgeschossen werden.

Dresden. Zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sollen in Ostsachsen bis zu 1200 Wildschweine abgeschossen werden. Nur so könne eine Verschleppung der Tierseuche in weitere Gebiete des Landes verhindert werden, teilte das Sozialministerium in Dresden am Donnerstag mit.

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Die Zahl der Wildschweine in einem eingegrenzten Gebiet im Kreis Görlitz solle „sukzessive stark reduziert“ werden, um dem Virus den Wirt zu entziehen. „Wo keine Schweine sind, kann sich das Virus nicht verbreiten“, hieß es. In dem gefährdeten Gebiet werde von einer Wildschweinpopulation von etwa 1200 Tieren ausgegangen. Der geplante Abschuss sei eine neue Phase der Tierseuchenbekämpfung.

Zudem werden die sogenannten Restriktionszonen im Landkreis Görlitz vergrößert. Sie reichen jetzt bis über Bad Muskau an die Landesgrenze von Brandenburg heran. Die Grenzen des akut gefährdeten Gebietes sowie einer Pufferzone werden weiter gezogen, so dass beide nun 762 Quadratkilometer umfassen.

Fast überall soll dort die Jagdruhe aufgehoben und die Jagd unter bestimmten Bedingungen erlaubt werden. Hausschweine müssen in dem Areal so gehalten werden, dass sie nicht mit Wildschweinen in Kontakt kommen.

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Sachsen gehe davon aus, dass das Virus über die Neiße in den Freistaat gelange, erklärte Sozialministerin Petra Köpping (SPD). Anfang Dezember war ein Wildschutzzaun entlang der deutsch-polnischen Grenze von Görlitz bis nach Brandenburg hinauf fertiggestellt worden. Dieser Zaun soll verhindern, dass kranke Tiere aus Polen nach Sachsen gelangen.

Bisher gibt es in Sachsen 15 bestätigte Fälle der Afrikanischen Schweinepest. Die Seuche ist für Menschen ungefährlich, für Wild- und Hausschweine aber fast immer tödlich. Hausschweine sind derzeit nicht betroffen.

Von RND/dpa

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