Am Donnerstag

Putz-Streik in Leipzig: Gebäudereiniger planen Kundgebung für mehr Lohn

Treten am Donnerstag in den Warnstreik: Gebäudereiniger aus ganz Mitteldeutschland.

Treten am Donnerstag in den Warnstreik: Gebäudereiniger aus ganz Mitteldeutschland.

Leipzig. Leipzig wird am Donnerstag Streik-Hochburg der Reiniungskräfte: Gebäudereinigung aus ganz Mitteldeutschland wollen dann in den Warnstreik treten – und zur zentralen Streik-Kundgebung nach Leipzig kommen. Damit will die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) Druck machen in der laufenden Tarifrunde.

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In der Leipziger Innenstadt ist eine zentrale Protestkundgebung geplant, zu der auch Streikende aus Erfurt, Dresden, Magdeburg und Halle erwartet werden. Ab 11 Uhr wollen sie per Demonstrationszug vom Augustusplatz Richtung Uniklinik ziehen. Dort ist um 12 Uhr dann die Abschlusskundgebung geplant. Der Ausstand ist Teil einer 48-stündigen Streikwelle im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde am kommenden Montag. In anderen Regionen kommt es am Mittwoch zum Ausstand.

Mit lautstarkem Protest wollen die Mitarbeiter für feste tarifliche Lohn- und Urlaubszusagen kämpfen, hieß es. Nach der Kündigung des Rahmentarifs Ende Juli würde viele Firmen versuchen, mit schlechteren Verträgen die Löhne zu drücken, kritisierte Mirko Hawighorst, Regionalleiter der IG Bau in Mitteldeutschland.

Gewerkschaft warnt vor neuen Arbeitsverträgen

„Die Unternehmen starten den Versuch, den Lohn zu drücken. Und das insbesondere bei denen, die ohnehin auf jeden Euro achten müssen: bei Teilzeitkräften und Mini-Jobbern.“ Das sei ungeheuerlich, so Hawighorst. „Viele Arbeitgeber versuchen, ihre Beschäftigten dazu zu überreden, geänderte Arbeitsverträge zu unterschreiben.“ Darin werde der urlaub gekürzt und Zuschläge für Überstunden ganz gestrichen. „Wer darauf eingeht, verliert viel“, warnte der Gewerkschafter. „Es geht um massive Abstriche bei Lohn und Urlaub.“

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Deshalb drängt die Gewerkschaft auf einen schnellen Abschluss eines neues Tarifvertrags, der wieder Verbindliche Lohnregeln festschreibt. Sollte es bei den Verhandlungen am Montag – es ist bereits die sechste Runde – weiter kein Ergebnis geben, dann steure die Branche auf einen massiven Arbeitskampf zu, drohte die IG Bau.

Von Frank Johannsen

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