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Betreuung von Straffälligen

Psychologen und Sozialarbeiter für offene Formen des Justizvollzugs

Qualifizierte Betreuung statt Wegsperren und Bewachen, das fordern die Gefängnismitarbeiter.

Meißen. Ehren- und hauptamtliche Gefängnismitarbeiter haben in Sachsen mehr offene und freie Formen des Justizvollzugs bei nicht schwerwiegenden Straftaten gefordert. Statt weggesperrt und von überlasteten Mitarbeitern mehr bewacht als betreut, sollten Alternativen zum Gefängnis entwickelt werden, mahnten Sozialarbeiter, Psychologen und Anstaltsleiter laut Mitteilung vom Sonntag bei einer Tagung des Vereins zur Förderung Strafgefangener und Haftentlassener und der Landeszentrale für politische Bildung in Meißen. Straffällige erlebten bei der Arbeit Erfolg und Anerkennung, schafften oft auch einen Berufsabschluss und den Übergang in ein reguläres Arbeitsverhältnis.

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„Selbst bei als hoffnungslos geltenden Jugendlichen wird eine Rückfallquote von nur 13 Prozent erreicht, während sie sonst bei mindestens 40 Prozent liegt“, argumentierten sie. Nach ihren Angaben sind 40 Prozent der Inhaftierten im Freistaat zu maximal einem Jahr und über 70 Prozent zu maximal zwei Jahren verurteilt, etwa wegen notorischen Schwarzfahrens oder einer nicht gezahlten Geldstrafe. Das Geld pro Hafttag sollte lieber in qualifizierte Betreuung statt immer höhere Mauern investiert werden, kritisierten sie den geplanten Gefängnisneubau mit Thüringen.

dpa

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