Nach Corona-Lockdown

Positive Stimmung in der Tourismusbranche: Sachsen gut besucht

Hobbypilot Erik Herbert sitzt in seiner zur Ferienwohnung umgebauten Antonow. Die ausgediente An-2 steht in seinem Garten in der Sächsischen Schweiz vor der Kulisse der Schrammsteine. Der alte, zwölf Meter lange Transportflieger beherbergt Betten, Toilette, Dusche, Küche, Esstisch und im Cockpit einen Flugsimulator.

Hobbypilot Erik Herbert sitzt in seiner zur Ferienwohnung umgebauten Antonow. Die ausgediente An-2 steht in seinem Garten in der Sächsischen Schweiz vor der Kulisse der Schrammsteine. Der alte, zwölf Meter lange Transportflieger beherbergt Betten, Toilette, Dusche, Küche, Esstisch und im Cockpit einen Flugsimulator.

Dresden. Nach dem coronabedingt späten Saisonstart zieht es Urlauber aus dem In- und Ausland wieder nach Sachsen. „Die Sehnsucht nach Urlaub und der Wunsch zu reisen sind im Sommer 2021 ungebrochen“, sagte Veronika Hiebl, Geschäftsführerin der Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen (TMGS), der Deutschen Presse-Agentur. Die Vorbuchungen signalisierten, Inlandsurlaub liege weiter im Trend, auch wenn anders als im Vorjahr auch das Ausland lockt - aber auch von dort kommen wieder Gäste.

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Laut Hiebl erholte sich der Inlandstourismus im Juni erst langsam, die Gästezahlen liegen demnach noch um 21,1 Prozent unter dem Vorjahreswert, die Zahl der Übernachtungen sei um 17 Prozent niedriger. Dafür habe sich der Auslandstourismus mit Zuwächsen von 7,6 Prozent bei den Gästen positiv entwickelt, bei den Übernachtungen stiegen die Zahlen sogar um gut ein Viertel. Dabei kommen die meisten Gäste aus Polen und Tschechien, aber auch die Niederlande, Russland und die Schweiz legten wieder zu. Einen Zuwachs gibt es auch aus Norwegen, Irland, Bulgarien, Ungarn, Rumänen und Schweden, und auch der Reiseverkehr aus Übersee wie den USA und Asien habe wieder eingesetzt.

Minus von fast 60 Prozent im ersten Halbjahr

Mit Blick auf diesen Sommer ist die Stimmung in der Branche laut Hiebl „durchaus optimistisch“. Was das für das Gesamtjahr 2021 bedeutet und ob Sachsen weiter vom Reisen im In- und aus dem Ausland profitieren kann, bleibe abzuwarten. Anders als 2020 sei der Tourismus von Jahresbeginn bis Mitte Juni von kompletten Schließungen „verheerend getroffen“ worden. Für das erste Halbjahr 2021 verzeichnete die Branche laut Hiebl ein Minus von fast 60 Prozent bei Ankünften und 42,9 Prozent bei Übernachtungen.

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„Der Tourismus kann sich nur langfristig erholen“, sagte sie. Die Verluste könnten nicht innerhalb kürzester Zeit kompensiert werden. Für einen „goldenen Herbst und gästereichen Advent“ brauche es Planungssicherheit, für Geimpfte, Genesene und Getestete müssten alle Angebote frei nutzbar sein. „Ein erneuter totaler Lockdown wäre eine Katastrophe für die gesamte Tourismuswirtschaft und Kulturlandschaft Sachsens.“ Das müsse „unbedingt vermieden werden“.

Von RND/dpa

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