Batteriesysteme per Zug

Neue Logistikanlage von Volkswagen in Zwickau soll Kohlendioxid einsparen

Die Züge mit den Batterien für die VW-Elektromodelle ID.3 und ID.4 werden im VW-Werk Zwickau automatisch entladen.

Die Züge mit den Batterien für die VW-Elektromodelle ID.3 und ID.4 werden im VW-Werk Zwickau automatisch entladen.

Zwickau. Der Autobauer Volkswagen hat in seinem Zwickauer Werk eine neue Logistikanlage in Betrieb genommen, die mehr Transporte von der Straße auf die Schiene verlagern soll. Konkret geht es um die Lieferung, Entladung und Lagerung von Batteriesystemen für Elektroautos. Die Anlage sei der letzte Baustein einer „grünen Logistikkette“ von Polen über Braunschweig nach Sachsen, wie das Unternehmen am Montag zum offiziellen Start informierte. So sollen täglich 60 LKW-Transporte durch Züge ersetzt und jährlich rund 11.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. Allein am Standort Zwickau wurden den Angaben nach dafür rund 10 Millionen Euro investiert.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Lob vom sächsischen Umweltminister Wolfram Günther

„Hier werden Energiewende und Klimaschutz ganz konkret realisiert“, sagte Umweltminister Wolfram Günther (Grüne). VW baue in Zwickau nicht nur Autos, die klimafreundlicher seien, sondern stelle auch die Produktion und Transporte entsprechend um. „Wir brauchen viele solcher Puzzleteile, wir brauchen solche Vorhaben in der gesamten Breite industrieller Fertigung und Logistik.“ Gerade die Logistik könne viel zum Klimaschutz beitragen.

Wolfram Günther (Grüne), Umweltminister von Sachsen, steht vor einem VW ID.3 im VW-Werk Zwickau. Er nahm am Montag eine Anlage für das vollautomatische Entladen der Züge mit Batterien für die Elektrofahrzeuge in Betrieb.

Wolfram Günther (Grüne), Umweltminister von Sachsen, steht vor einem VW ID.3 im VW-Werk Zwickau. Er nahm am Montag eine Anlage für das vollautomatische Entladen der Züge mit Batterien für die Elektrofahrzeuge in Betrieb.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Den Angaben zufolge werden die Module per Zug beim Lieferanten im polnischen Wrocław (Breslau) abgeholt, in Braunschweig zu Batteriesystemen montiert und dann per Bahn nach Sachsen gebracht. Die Züge fahren laut VW komplett mit Ökostrom. Das Be- und Entladen erfolge an den beiden VW-Standorten vollautomatisch und dauere pro Zug rund fünf Stunden. Aktuell ist von fünf Zügen pro Woche zwischen Braunschweig und Zwickau die Rede, Tendenz steigend.

VW spricht in Zwickau von einer klimaneutralen Produktion

Volkswagen baut in Zwickau die Elektroautos ID.3 und ID.4. Dabei verspricht VW eine klimaneutrale Produktion, so dass insgesamt keine zusätzlichen Emissionen entstehen. Der umweltfreundliche Transport der Batterien sei ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer emissionsfreien Fabrik, sagte der Geschäftsführer Technik und Logistik bei Volkswagen Sachsen, Reinhard de Vries. Seit 2017 sei der Ausstoß an Kohlendioxid am Standort Zwickau um 60 Prozent gesunken.

Von dpa

Mehr aus Mitteldeutschland

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken