Landkreis Meißen

Nach Waldbrand in Gohrischheide: Polizei ermittelt gegen unbekannte Täter

Nach dem Großbrand im Naturschutzgebiet Gohrischheide vermuten die Ermittler Brandstiftung als Brandursache.

Nach dem Großbrand im Naturschutzgebiet Gohrischheide vermuten die Ermittler Brandstiftung als Brandursache.

Dresden. Der tagelange Großbrand im Naturschutzgebiet Gohrischheide im sächsischen Landkreis Meißen soll absichtlich gelegt worden sein. Bislang werde gegen unbekannte Täter ermittelt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Dresden mit. Am Tatort hätten Ermittler Rückstände von Brandbeschleunigern gefunden.

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Im Landschaftsschutzgebiet Gohrischheide und Elbniederterrasse Zeithain seien am 23. Juni Heide- und Forstflächen an mindestens vier Stellen angezündet worden, hieß es. Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden ermitteln nach eigenen Angaben wegen des Verdachts der Brandstiftung in drei Fällen.

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Trockenheit beschleunigte Brand

Wegen der extremen Trockenheit und heißen Temperaturen habe sich der Brand schnell auf einer Fläche von mindestens 900 Hektar ausgebreitet, hieß es. Betroffen waren Gebiete in Sachsen und in Brandenburg. Noch während der tagelangen Löscharbeiten sollen die unbekannten Täter erneut an mindestens zwei weiteren Stellen Flächen in Brand gesetzt haben.

Schaden in Milionenhöhe

Ersten Schätzungen zufolge sei ein Sachschaden von etwa 13,5 Millionen Euro entstanden. Der Brand war erst am 27. Juni unter Kontrolle gebracht worden. Die Ermittlungsbehörden seien bei der Aufklärung der Straftaten auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen.

Laut dem Staatsbetrieb Sachsenforst war dies der größte Waldbrand in Sachsen seit 30 Jahren. Betroffen seien vor allem Waldflächen des Freistaates Sachsen, zu geringen Anteilen auch Privatwald sowie Wald des Bundes. Im Mai 1992 war es bei Weißwasser zu einem Großbrand gekommen. Damals standen laut Sachsenforst rund 1.000 Hektar Wald in Flammen.

Von RND/ epd

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