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Rassismus-Debatte

Mehr politische Bildung für Sachsen Schüler

Sachsens Schüler sollen künftig besser über politische Zusammenhänge Bescheid wissen.

Sachsens Schüler sollen künftig besser über politische Zusammenhänge Bescheid wissen.

Dresden.In sächsischen Schulen soll künftig mehr politische Bildung vermittelt werden. Das kündigte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Donnerstagabend bei einer Diskussionsveranstaltung zum Thema Rassismus im Dresdner Hygiene-Museum an. Ab Herbst 2019 will der Freistaat mehr Gemeinschaftskundeunterricht anbieten. Der Regierungschef warb zugleich dafür, generell mehr Möglichkeiten für politische Diskussionen zu schaffen.

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Bei der vom Verein Atticus und dem Dresdner Hygiene-Museum veranstalteten Podiumsdiskussion hatten verschiedene Gäste über Rassismus in Sachsen und die Ursachen diskutiert. Dabei war auch die Sprache auf die politische Bildung gekommen. Laut einer vor Ort präsentierten Studie wird im deutschlandweiten Vergleich im Freistaat der mit Abstand wenigste Unterricht im Bereich politische Bildung angeboten. Die Aussagekraft der Studie ist wegen ihrer Datengrundlage allerdings umstritten.

Gleichwohl müsse aus Sicht von Michael Kretschmer der politischen Bildung eine größere Bedeutung zukommen. Nach Angaben des zuständigen Kultusministeriums wird das Fach Gemeinschaftskunde ab dem Schuljahr 2019/20 bereits ab der Klasse 7 unterrichtet. Bisher steht das Fach erst ab der 9. Klasse auf dem Lehrplan.

Damit folgt der Freistaat der Empfehlung einer Expertenkommission, die noch unter der früheren Bildungsministerin Brunhild Kurth (CDU) eingesetzt worden war. Die Ergebnisse des Konzepts, das die demokratische Schulentwicklung und die politische Bildung stärken soll, waren bereits im Sommer des vergangenen Jahres präsentiert worden. Insgesamt sind in dem Papier rund 30 Vorschläge enthalten. Derzeit wird die Umsetzung des Konzepts vorbereitet.

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Michael Kretschmer betonte zugleich, dass das aber allein nicht ausreiche. „Ich will nicht, dass das so läuft wie damals bei mir im Gemeinschaftskundeunterricht“, sagte der Politiker, der dabei unter anderem auf die trockene Vermittlung des Aufbaus des Staates verwies. Vielmehr gehe es darum, politische Diskussionen in Sachsen zu fördern. „Wir brauchen eine politische Diskussion in der Breite“, so Michael Kretschmer.

Von Sebastian Kositz

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