Klares Bekenntnis zu R2G?

Linkes Koalitionsbündnis als Alternative für Sachsen gefordert

Rot, rot und grün – in der LVZ-Wahlumfrage ist das der Koalitionswunsch mit den meisten Stimmen.

Rot, rot und grün – in der LVZ-Wahlumfrage ist das der Koalitionswunsch mit den meisten Stimmen.

Dresden/Leipzig. In der aktuellen LVZ-Umfrage zur Landtagswahl in Sachsen wünschen sich 55 Prozent der Befragten die CDU weiter als Teil einer künftigen Regierung. Allerdings in unterschiedlichen Koalitionen, von denen nach jetzigem Stand keine eine Mehrheit hätte.

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Den stärksten Einzelzuspruch erhielt in der Umfrage die Option einer rot-rot-grünen Regierung mit 22 Prozent. Klare Aussagen zu Koalitionsabsichten der drei Parteien gibt es bisher allerdings nicht. Johannes Lichdi (Grüne) will das ändern.

In einem im Netz veröffentlichten Aufruf fordert der ehemalige Landtagsabgeordnete und aktuelle Dresdner Stadtrat seine Partei, aber auch Linke und SPD zu einem klaren Bekenntnis für ein gemeinsames Bündnis auf. Dieses soll den Wählern vor der Abstimmung eine Alternative zu einer möglicherweise drohenden Koalition von AfD und CDU bieten.

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Der Grünen-Politiker Johannes Lichdi. (Archivfoto)

Der Grünen-Politiker Johannes Lichdi. (Archivfoto)

„Schwarz-Blau oder Blau-Schwarz rückt immer näher! Und es gibt keine wählbare Alternative zur Landtagswahl“, monierte Lichdi gestern gegenüber der LVZ. Die SPD folge Dulig ins eigene Grab, die Grünen wollten auch nichts riskieren „und im Schlafwagen nach Kenia fahren“, sagt Lichdi. Die Linke stehe daneben, wolle „vom Versagen der SPD und der Grünen profitieren“ und engagiere sich auch nicht für das linke Bündnis. „In dieser verfahrenen Lage ist der Aufruf der letzte Versuch, das Ruder nochmal herumzureißen. Entweder gibt es jetzt eine Bewegung oder es ist vorbei“, so der Grünen-Politiker weiter.

Neben Johannes Lichdi treten 18 weitere Personen im Aufruf als Erstunterzeichner auf – darunter die engagierte Freitaler Flüchtlingshelferin Steffi Brachtel, der Leiter der alternativen Kommunalpolitik Sachsens (DAKS) Tobias Fritsch, der Dresdner Linken-Stadtrat Magnus Hecht und der Leipziger Grünen-Stadtrat Jürgen Kasek. Auf der Webseite des Aufrufs haben zudem auch noch weitere Politiker und Privatpersonen das Anliegen unterschrieben.

Würde am kommenden Sonntag gewählt, hätte das anvisierte Bündnis allerdings keine Mehrheit. In der LVZ-Wahlumfrage kommen Linke, Grüne und SPD zusammen auf 37 Prozent. Ein Bündnis aus CDU und AfD hätte zusammen 48 Prozent.

Der Aufruf im Detail: lichdi.blog.datenkollektiv.net

Von Matthias Puppe

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